Wirtschaft
Eines der größten seiner Art: Die "Alexander von Humboldt" kann 16.000 Standardcontainer aufnehmen.
Eines der größten seiner Art: Die "Alexander von Humboldt" kann 16.000 Standardcontainer aufnehmen.(Foto: picture alliance / dpa)

Bündnis der Containerschiff-Giganten: Reeder formieren Mega-Flotte

Es ist eine Allianz der ganz besonderen Art: Die drei gewichtigsten Schifffahrtskonzerne der Welt wollen ihre Kapazitäten im Containerfrachtverkehr bündeln. Wenn die Behörden zustimmen, kreuzt auf den Weltmeeren bald eine Armada mit mehr als 250 Containerschiffsriesen.

Der wirtschaftliche Druck auf den Weltmeeren bringt im internationalen Reederei-Geschäft einen ungewöhnlichen Zusammenschluss hervor: Die drei größten Seeschifffahrtskonzerne der Welt wollen eigenen Angaben zufolge ihre Containerschiff-Flotten zusammenlegen, um so der anhaltenden Branchenflaute zu entkommen.

Das Vorhaben ist bereits weit vorangeschritten: Die Containerschiffsparte der dänischen Reederei A.P. Moller-Maersk werde mit den zwei größten Rivalen MSC Mediterranean Shipping Company und CMA CGM zusammenarbeiten, teilte das dänische Unternehmen mit. Das geplante Bündnis solle das Angebot verbessern.

Die Schifffahrtsallianz läuft unter dem Projektnamen "P3". In den kommenden Monaten sollen die administrativen Vorarbeiten abgeschlossen werden, damit das neue Bündnis zum zweiten Quartal 2014 seine Geschäfte aufnehmen kann. Die Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden steht noch aus.

P3 beherrscht die Weltmeere

Unter dem Dach von P3 wollen die drei Reedereien zusammen eine Flotte an 255 Containerfrachtern über die Weltmeere schicken. Die Gesamtkapazität dieser Seehandels-Armada erreicht ein Volumen von 2,6 Mio. Standard-Containern (TEU).

Vornehmlich sollen diese Schiffe zwischen den großen Warenumschlagsplätzen zwischen Asien nach Europa pendeln sowie die großen Linien über den Pazifik und über den Atlantik bedienen.

Allein der dänische Containerschiffsriese Maersk will mehr als 100 Schiffe in die neue Seehandelsallianz einbringen, hieß es weiter. Das Bündnis dürfte mit dieser Marktmacht schnell den Warengüterverkehr auf den Weltmeeren dominieren.

Ob die Wettbewerbshüter dem Zusammenschluss unter diesen Umständen wirklich grünes Licht geben können, bleibt zunächst noch offen.

Quelle: n-tv.de

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