Wirtschaft
Ein U-Boot der Klasse 212A auf der Werft von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel.
Ein U-Boot der Klasse 212A auf der Werft von ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel.(Foto: dpa)

Sondierungen mit ThyssenKrupp: Rheinmetall nimmt Marinesparte ins Visier

Schon vor einigen Monaten gab es ein erstes Abtasten. Einem Medienbericht zufolge will der Rüstungskonzern Rheinmetall die Marinesparte von ThyssenKrupp übernehmen - und hat offenbar noch weiter gehende Ambitionen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwägt einem Zeitungsbericht zufolge einen Kauf der Marinesparte von ThyssenKrupp. Rheinmetall-Chef Armin Papperger habe bereits erste Sondierungsgespräche mit dem Stahlkonzern über eine Übernahme von dessen Marinesparte geführt, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Vor einigen Monaten habe es ein erstes Abtasten gegeben, bei dem Rheinmetall seine Bereitschaft für eine Übernahme erklärt habe.

Die Marinesparte von ThyssenKrupp hatte zuletzt einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt und ist vor allem im U-Boot-Bau weltweit führend. Um den Deal zu finanzieren, könnte Rheinmetall der Zeitung zufolge seine Automotive-Sparte abgeben - ein Geschäft, das gut zum Automobilbereich von Thyssen-Krupp passen könnte. Bei Rheinmetall war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Zudem interessiert sich Rheinmetall dem Bericht zufolge für zwei Firmen des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus. Airbus-Chef Tom Enders überprüfe derzeit sein Portfolio im Rüstungsgeschäft und könnte alle Aktivitäten in Deutschland jenseits des Geschäfts mit Lenkwaffen und Kampfflugzeugen abstoßen, berichtet das "Handelsblatt" weiter. Abgegeben werden könnte der Präzisionsspezialist Optronics wie auch der Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Atlas Elektronik, das Airbus gemeinsam mit Thyssen führt. Die auf Torpedos und Sonartechnik spezialisierte Atlas ist ein wichtiger Zulieferer für die Marinesparte von ThyssenKrupp.

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Quelle: n-tv.de

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