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(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinnwarnung lässt Kurs abstürzen: Rheinmetall verschreckt Anleger

Die Kürzung der Rüstungsetats und die Krise in der Autoindustrie Westeuropas bringen den Rheinmetall-Konzern in die Bredouille: Gewinnziele werden kassiert, der Aktienkurs stürzt ab.

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Nach bei Rheinmetall neben dem Rüstungsgeschäft nun auch die Automobilzulieferung als Wachstumsmotor ausfällt, kassiert der Vorstand seine Jahresziele. Der Gewinneinbruch im dritten Quartal und lässt für das Gesamtjahr einen Ergebnisrückgang erwarten. Die Anleger reagieren verschreckt: Der Aktienkurs sackt um über vier Prozent und führt damit die Verliererliste im Nebenwerteindex MDax an. "Die deutliche Reduzierung der Prognose ist eine große Enttäuschung", kommentierten Analysten von Close Brothers Seydler.

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Vorstandschef Klaus Eberhardt erklärte die missliche Lage bei Rheinmetall mit den Einsparanstrengungen in vielen westlichen Verteidigungshaushalten und der rückläufigen Automobilkonjunktur in Westeuropa. Rheinmetall ist da allerdings keine Ausnahme: Der ausufernden Autokrise mussten in den vergangenen Wochen bereits andere Zulieferer wie etwa Leoni, Norma oder die französische Faurecia Tribut zollen. Vor allem in den hoch verschuldeten Staaten Italien und Spanien wagen immer weniger, ein neues Auto zu kaufen, zumal die Arbeitslosigkeit zum Teil Rekordstände erreicht.

Eberhardt erwartet 2012 zwar immer noch ein Umsatzplus, allerdings mit 4,8 (Vorjahr: 4,5) Mrd. Euro 100 Mio. weniger als bislang. Beim operativen Gewinn (Ebit) rechnet er dagegen mit einem Rückgang statt mit Stagnation: Rund 300 Mio. Euro soll das Ebit noch erreichen - 54 Mio. weniger als im Vorjahr.

Während im ersten Halbjahr bei Rheinmetall das Autoteilegeschäft noch für eine stabile Ertragslage sorgte, brach das Ergebnis im dritten Quartal ein. Bei einem stagnierenden Umsatz von rund einer Milliarde Euro sank das Betriebsergebnis um 40 Prozent auf 44 Mio. und der Überschuss in ähnlicher Höhe auf 26 Mio. Euro. Damit verfehlte Rheinmetall die Ergebnisschätzungen der Analysten deutlich. Sie hatten ein Ebit von rund 66 Mio. Euro erwartet und einen Überschuss von knapp 37 Mio.

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Quelle: n-tv.de

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