Wirtschaft
Die Bauarbeiten bei Rastatt kommen gut voran.
Die Bauarbeiten bei Rastatt kommen gut voran.(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)
Donnerstag, 14. September 2017

Baupanne bei Baden-Baden: Rheintalstrecke früher frei als geplant

Seit über einem Monat ist die wichtige Nord-Süd-Trasse der Bahn gesperrt. Ausnahmsweise hält das Unternehmen nun gute Nachrichten für Pendler und Transportwirtschaft bereit: Die Bauarbeiten kommen schneller voran als gedacht.

Die Rheintalstrecke bei Baden-Baden soll schon am 2. Oktober und damit fünf Tage früher als bisher geplant wieder befahrbar sein. In einer Mitteilung erklärt die Deutsche Bahn, es sei gelungen, den logistischen Einsatz von Personal und Maschinen nochmals zu optimieren und dadurch die Arbeiten früher als geplant abzuschließen.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung ist seit dem 12. August wegen einer Baupanne gesperrt. Beim Tunnelbau bei Rastatt waren Wasser und Erdreich eingedrungen und hatten zu einer Absenkung der Schienen geführt. Seither ist der Bahnverkehr auf dem Streckenabschnitt unterbrochen. Bahnreisende müssen auf Busse umsteigen.

Am Donnerstag gab es eine weitere Sperrung auf der viel befahrenen Strecke. Etwas südlich vom bereits gesperrten Abschnitt krachte bei Emmendingen am Morgen ein Baum auf die Oberleitung und legte die Strecke in beiden Richtungen für Stunden lahm. Die Strecke nördlich von Freiburg wurde daraufhin in beiden Richtungen gesperrt. Die Sperrung bei Emmendingen sollte noch am Donnerstag wieder aufgehoben werden. Verletzt wurde niemand.

Die betroffene Strecke ist Teil der europäischen Nord-Süd-Hauptachse von der Nordsee durch den Gotthard-Basistunnel bis nach Genua. Die Sperrung sorgt deshalb nicht nur für Unmut bei Reisenden, auch Güterverbände sind sauer. Nach Angaben des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) belaufen sich die Verluste auf etwa 12 Millionen Euro pro Woche.

Quelle: n-tv.de

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