Donnerstag, 16. Juli 2009
China-Affäre: Rio Tinto zieht Personal ab
Nach der Festnahme von Managern des australischen Bergbaukonzerns in China hat der Konzern einem Zeitungsbericht zufolge Personal aus China zurückgeholt.
Ein Eisenerzzug von Rio Tinto in Westaustralien.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Auch andere ausländische Firmen brächten Bedienstete außer Landes, bis die Lage in China wieder sicherer sei, berichtet die "Australian Financial Review" ohne Quellenangabe aus Schanghai. Ein Sprecher von Rio Tinto in Melbourne konnten den Bericht nicht bestätigen.
Vier Rio-Tinto-Mitarbeiter waren am 5. Juli in Schanghai festgenommen worden, darunter der Eisenerz-Vertriebschef Stern Hu. Die Regierung in Peking wirft ihnen Spionage, Bestechung und Diebstahl von Staatsgeheimnissen vor. Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd hatte am Mittwoch die Regierung in Peking gewarnt, auch die Volksrepublik riskiere durch die Spionage-Ermittlungen erhebliche Wirtschaftsinteressen. Eine Reihe ausländischer Staaten und Unternehmen verfolgten den Fall eng und zögen ihre eigenen Schlüsse daraus.
ddi/rts
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