Wirtschaft
Heidi Tyroller hat Glück: Sie ist Softwareentwicklerin und damit in einer Zukunftsbranche tätig.
Heidi Tyroller hat Glück: Sie ist Softwareentwicklerin und damit in einer Zukunftsbranche tätig.(Foto: picture alliance / dpa)

Prognose für 2020: Roboter ersetzen fünf Millionen Jobs

Roboter bedrohen immer mehr Arbeitsplätze. Eine Studie beweist jetzt: Vor allem Industrieländer sind von dem digitalen Wandel betroffen - insbesondere Deutschland. Laut Medienbericht droht vor allem Frauen die Arbeitslosigkeit.

Wegen des zunehmenden Einsatzes von Robotern und der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft werden die Industrieländer einer Studie zufolge in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Jobs verlieren. Bedroht seien vor allem Stellen in Büros und Verwaltung, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Weltwirtschaftsforums berichtete.

Die Prognose beruht demnach auf einer Umfrage unter den Top-Managern der 350 größten Konzerne der Welt. Die nächste industrielle Revolution, die unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" firmiert, macht demnach mehr als sieben Millionen Arbeitsplätze überflüssig. Betroffen seien weniger die Fabriken, die bereits weitgehend automatisiert sind, sondern Büros und Verwaltung.

Gefährdet seien die Angestellten mit "weißem Kragen", heißt es demnach in der Untersuchung. Dem gegenüber stehen nur zwei Millionen neue Stellen, die für Spezialisten im Bereich Computer und Technik bis zum Jahr 2020 neu geschaffen werden sollen.

Deutschland ist der Studie zufolge stärker vom Wandel betroffen als andere Staaten in Europa. Zudem seien Frauen sehr viel mehr bedroht vom Verlust des Arbeitsplatzes als Männer, was die Forscher mit der unterschiedlichen Ausbildung der Geschlechter begründen. Im Vorteil sind hingegen alle naturwissenschaftlichen und IT-Berufe, die sogenannten MINT-Fächer, in denen der Frauenanteil noch immer niedrig ist.

Quelle: n-tv.de

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