Wirtschaft
Der Umsatz bleibt stabil.
Der Umsatz bleibt stabil.(Foto: REUTERS)

Schwierige Rahmenbedingungen: Rosneft verzeichnet Gewinneinbruch

Es ist ein wahres Giftgemisch, das die russische Wirtschaft heimsucht. So sorgt der niedrige Ölpreis dafür, dass der Ölkonzern Rosneft 2014 deutlich weniger Gewinn macht. Zudem macht der schwache Rubel zu schaffen.

Der niedrige Ölpreis und der schwache Rubel haben dem staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft das vergangene Geschäftsjahr verhagelt. Der Nettogewinn brach um mehr als ein Viertel ein.

Obwohl der Umsatz mit 146,7 Milliarden US-Dollar nahezu stabil blieb, sank das Nettoergebnis um 28,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar. Operativ hielt sich der Rückgang in Grenzen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 1,7 Prozent auf 29 Milliarden Dollar.

Die Produktion baute Rosneft 2014 um 4,8 Prozent aus auf 5,12 Millionen Barrel am Tag. Man habe die Fördereinrichtungen modernisiert, womit mehr Öl aus älteren Feldern gewonnen werden konnte, wie Rosneft mitteilte.

Lukoil leidet auch

Trotz Sanktionen der USA hat Rosneft mit Bohrarbeiten im Ölfeld "Universitjetskaja-1" im russischen Polarmeer begonnen. Ein mit dem US-Konzern Exxon Mobil betriebenes Joint Venture hatte dort im September riesige Öl- und Erdgasvorkommen entdeckt, nur Tage bevor die USA Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise in Kraft gesetzt haben. Diese untersagen US-Firmen, Dienstleistungen, Waren und Technik für arktische Bohrprojekte in Russland zur Verfügung zu stellen.

Am Dienstag hatte bereits der zweitgrößte russische Ölkonzern Lukoil, ein privates Unternehmen, einen erheblichen Gewinnrückgang vermeldet.

Quelle: n-tv.de

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