Wirtschaft
Seinen "Tiefpunkt" - hier als Spitze deutlich - hatte der Rubel Ende Januar. Damals mussten 72 Rubel je Dollar gezahlt werden.
Seinen "Tiefpunkt" - hier als Spitze deutlich - hatte der Rubel Ende Januar. Damals mussten 72 Rubel je Dollar gezahlt werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Bis zu 200 Millionen Dollar pro Tag: Russische Zentralbank kauft harte Devisen

Die Zentralbank in Moskau hat monatelang Dollar verkauft, um den schwachen Rubel zu stützen. Inzwischen hat er sich erholt. Deshalb sollen die Fremdwährungsreserven wieder aufgefüllt werden. Harte Währungen vorrätig zu haben, ist wichtig für Russland.

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Die russische Zentralbank will ihre Fremdwährungsreserven wieder auffüllen. Sie kündigte an, pro Tag 100 bis 200 Millionen US-Dollar anzukaufen. Die Maßnahme diene nicht dazu, den Wert der eigenen Währung zu beeinflussen.

Dem Rubel machen die niedrigen Energiepreise und die Sanktionen des Westens gegen Russland zu schaffen. Deshalb hatte die Zentralbank in den vergangenen Monaten Milliarden von Dollar verkauft, um den Rubel zu stützen. Seit dem Tief Ende Januar von gut 72 Rubel je Dollar legt der Rubel kontinuierlich zu.

Vor rund einer Woche hatte er Rubel im Zuge seiner aktuellen Rally erstmals seit Mitte April wieder die 50er Marke zum US-Dollar unterschritten. Befeuert wird der Anstieg der russischen Währung vom andauernden Anstieg der Ölpreise.

Auf die Ankündigung der russischen Zentralbank, Fremdwährungen zu kaufen, reagierte der Rubel mit leichten Abschlägen. Er schwächte sich auf 49,90 je Dollar ab, nachdem er zuvor erstmals in diesem Jahr deutlich die Marke von 49 Rubel geknackt hatte.

Die Zentralbank muss die Fremdwährungsreserven aufstocken, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Außerdem werden die Reserven benötigt, um die Bonitätseinstufung Russlands zu stützen. Standard & Poor's und Moody's haben Russland dieses Jahr wegen der Ukraine-Krise und der gesunkenen Ölpreise auf Ramschniveau abgestuft.

Quelle: n-tv.de

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