Wirtschaft
Das Gebäude der Sberbank in Moskau.
Das Gebäude der Sberbank in Moskau.(Foto: picture alliance / dpa)

Wirtschaft leidet unter Sanktionen: "Russland erlebt Bankenkrise"

Das russische Bankensystem steht unter Druck, warnt der Chef der Sberbank, dem größten Geldinstitut des Landes. Die Geldhäuser litten unter geringer Profitabilität. Auch das Tempo, mit dem angeschlagene Banken geschlossen würden, setze der Branche zu.

Der russische Bankensektor befindet sich nach Einschätzung des Chefs der größten Bank des Landes in der Krise. Sberbank-Chef German Gref sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA, das Bankensystem Russlands leide unter der geringen Profitabilität sowie dem Tempo, in dem die Notenbank kleinere Finanzinstitute, die in finanzielle Schieflage geraten sind, schließe.

"Was wir gegenwärtig erleben, ist eine ausgewachsene Bankenkrise", sagte Gref. Während staatliche Stellen nicht müde werden zu betonen, dass sich Russlands Konjunktur von den Turbulenzen, hervorgerufen durch die Abwertung des Rubels und eine hohe Inflation, erholt. Und tatsächlich stieg die Industrieproduktion im Monatsvergleich im Oktober um 5,2 Prozent. Im September war sie um 3,4 Prozent gewachsen.

Auf Jahressicht hingegen ist die russische Industrieproduktion den neunten Monat in Folge gesunken. Wie die nationale Statistikbehörde mitteilte, sank die Produktion im Oktober um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im September war sie um 3,7 Prozent zurückgegangen. Die Daten passen zum übergeordneten Trend der russischen Wirtschaft, die angesichts der niedrigen Ölpreise und der westlichen Sanktionen in die Rezession gerutscht ist. Seit September gibt es jedoch Anzeichen, dass der Tiefpunkt erreicht ist.

Quelle: n-tv.de

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