Wirtschaft
Auf dem falschen Fuß erwischt: Broker in Moskau (Archivbild).
Auf dem falschen Fuß erwischt: Broker in Moskau (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Überraschung in Moskau: Russland hebt den Leitzins

Der spürbare Preisauftrieb im Rubelraum macht die Währungshüter Russlands offenbar zunehmend nervös: In einer an den Märkten unerwarteten Entscheidung hieven sie das Zinsniveau um 25 Basispunkte an.

"Man sollte die Leitzinsen erst erhöhen, wenn die Wirtschaft überhitzt."
"Man sollte die Leitzinsen erst erhöhen, wenn die Wirtschaft überhitzt."(Foto: REUTERS)

Im Kampf gegen die anziehende Inflation hat die russische Zentralbank Bank Rossii überraschend die geldpolitischen Zügel angezogen. Die Notenbanker erhöhten den für den russischen Rubel maßgeblichen Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt.

Für Übernacht-Kredite wird nun ein Zins von 8,25 Prozent fällig. Wenn Geschäftsbanken Geld für denselben Zeitraum bei der Zentralbank parken, erhalten sie 4,25 Prozent Zinsen.

Zuletzt hatte die Jahresteuerung den von der Moskauer Notenbank gesetzten Zielkorridor von fünf bis sechs Prozent durchbrochen.

Experten zeigten sich dennoch überrascht von der geldpolitischen Straffung: "Man sollte die Leitzinsen erst erhöhen, wenn die Wirtschaft überhitzt, aber nicht, wenn eine Wirtschaftsabkühlung im zweiten Halbjahr droht", sagte Ivan Tschakarow von Renaissance Capital in Moskau.

Quelle: n-tv.de

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