Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Italiens Banken herabgestuft: S&P lässt nicht locker

Die Rezession in Italien verschlechtert auch die Lage der dortigen Geldinstitute. Dementsprechend wird Standard & Poor's (S&P) aktiv. Die Ratingagentur senkt die Bonität von 15 italienischen Banken.

Die konjunkturelle Flaute in Italien macht die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) pessimistischer für die Banken des Landes. Die Rezession werde in Italien länger wüten als bisher gedacht, deshalb würden die Ratings von 15 Finanzhäusern heruntergestuft, teilte S&P mit. Es sind vor allem kleinere Institute, die von dem Schritt betroffen sind.

Die Ratingagentur rechnet damit, dass eine scharfe Rezession in Italien zu einer starken Ausweitung der Kreditausfälle führen wird. Dabei sieht die Ratingagentur das Bruttoinlandsprodukt des südeuropäischen Landes in diesem Jahr um 2,1 Prozent schrumpfen. Bis Ende 2013 wird die Summe der ausfallgefährdeten Kredite in den Portfolios der Banken auf 218 Milliarden Euro ansteigen, glaubt S&P.

Ende 2011 waren es 166 Milliarden Euro, schon das eine Verdoppelung im Vergleich zu 2008. Gleichzeitig haben die Institute nach Einschätzung von S&P weniger Vorsorge für die ausfallgefährdeten Kredite gebildet.

Im Einzelnen stufte S&P die Ratings folgender Banken herunter: Unione di Banche Italiane, Banca Popolare dell'Alto Adige, Iccrea Holding, Iccrea Banca, Iccrea BancaImpresa, Agos-Ducato, Banca Monte dei Paschi di Siena, Banca Carige, Banca di Credito Cooperativo di Conversano, Banca Popolare dell'Emilia Romagna, Banca Popolare di Vicenza, Eurofidi, Banca Popolare di Milano, Banca Akros und Dexia Crediop.

Quelle: n-tv.de

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