Wirtschaft

Milliardendeal mit Auflagen: SABMiller darf Foster's schlucken

Eine der größten Übernahmen auf dem internationalen Biermarkt ist praktisch perfekt: Die australische Regierung gibt grünes Licht für die Übernahme des legendären Bierbrauers Foster's durch den Branchenprimus SABMiller. Ganz ohne Bedingungen geht der Deal jedoch nicht über die Bühne.

(Foto: dpa)

Die australische Regierung hat der Übernahme des Bierbrauers Foster's durch den britischen Rivalen SABMiller zugestimmt. Sie rang dem Weltmarktzweiten jedoch einige Zugeständnisse ab. So bleibt die Produktion von Foster's im Land.

Der Konzern, zu dem auch die Marke Pilsner Urquell gehört, habe die Bedeutung Foster's für die australische Wirtschaft anerkannt, sagte der australische Finanzminister Wayne Swan. Neben den Brauereien soll auch das Management weiter in Australien ansässig sein. Zudem verpflichtete sich SABMiller kein Bier der Marke Foster's im Ausland zu brauen, um es auf dem australischen Markt zu verkaufen.

SABMiller hatte nach langem Gezerre und mit einem höheren Angebot den australischen Konzern im September doch noch auf seine Seite ziehen können. Die Briten legen 7,4 Mrd. Euro für Australiens Marktführer mit Marken wie MillerLite, Peroni oder Grolsch auf den Tisch. Die Übernahme von Foster's, der als Renditeperle gilt, ist der größte Zusammenschluss auf dem Biermarkt, seit InBev vor drei Jahren mit dem 52 Mrd. Dollar schweren Kauf von Anheuser-Busch zum Branchenführer aufstieg.

Die Zustimmung der Aktionäre von Foster's zu der Übernahme steht noch aus. Die Abstimmung ist für den 1. Dezember angesetzt und gilt als sicher.

Quelle: n-tv.de

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