Wirtschaft
Hasso Plattner weiß, wo es für SAP hingehen soll - nicht nach Walldorf.
Hasso Plattner weiß, wo es für SAP hingehen soll - nicht nach Walldorf.(Foto: picture alliance / dpa)

Teilumzug in die Hauptstadt?: SAP will Berliner Kreative erreichen

Der SAP-Hauptsitz Walldorf ist "etwas ab vom Schuss". Das sagt Firmengründer Hasso Plattner. Doch der Softwarekonzern braucht stetig neue Impulse - und will künftig viel stärker in der Kreativ-Metropole Berlin vertreten sein.

Der Softwarekonzern SAP erreicht nach Ansicht seines Gründers Hasso Plattner am Hauptsitz zu wenig kreative Köpfe - und sollte sich daher stärker auf Berlin konzentrieren. "Man ist in Walldorf einfach etwas ab vom Schuss, und deswegen gibt es dort weniger kreative Impulse", sagte der Aufsichtsratschef der "Welt am Sonntag". Er fügte hinzu: "SAP müsste in Deutschland noch viel mehr die Berliner Karte spielen. Die jungen Leute wollen halt lieber ihre nächsten Jahre in der Großstadt verbringen."

Über eine Verlagerung des Firmensitzes in die Hauptstadt gibt es ihm zufolge zwar keine Diskussion. "Wir müssen aber die Impulse für Innovation an anderen Standorten mehr nutzen." SAP hatte erst kürzlich angekündigt, der europäische Co-Chef Jim Hagemann Snabe werde seinen Posten aufgeben. Die Belegschaft ist seitdem in Sorge, dass SAP sich von Walldorf weg und weiter in die USA verlagern könnte.

Auch Plattner sieht die Zukunft des Konzerns eher andernorts. "In den alten Tagen von SAP war es egal, wo wir unsere Software programmiert haben", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" im Hinblick auf den Sitz des Dax-Konzerns. "Heute müssen wir global auftreten, um Erfolg zu haben."

Nicht nur global, sondern auch sparsamer will SAP künftig auftreten. Der Vorstand schickte einen entsprechenden Appell an die Mitarbeiter los. Auch bei Reisen und externen Dienstleistern soll gespart werden, Baumaßnahmen an den Firmensitzen sollen verschoben werden.

Quelle: n-tv.de

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