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Airline kämpft ums Überleben: SAS läuft die Zeit davon

Einsparungen beim Personal, Verkauf von Unternehmensteilen, neue Kredite: Die trudelnde Fluggesellschaft SAS will das drohende Aus abwenden. Auch die Europäische Kommission soll helfen.

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Mit einem drastischen Sparplanwill die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS ihr Überleben sichern.Geplant sind Stellenstreichungen, Gehaltskürzungen, Anteilsverkäufe und neuen Kreditlinien."Das ist wirklich die letzte Chance, wenn es in Zukunft eine SAS geben soll",sagte Konzernchef Rickard Gustafson.. SAS machen Billiganbieter wie Ryanair oderNorwegian schwer zu schaffen. Gestiegene Treibstoffkosten und die weltweite Konjunkturschwächeverstärken die Probleme. Seit 2007 hat das Unternehmen keinen Jahresgewinn mehrausgewiesen.

Insgesamt will SAS 3Mrd. schwedische Kronen (350 Mio. Euro) pro Jahr einsparen und sich einen Kreditüber 3,5 Mrd. Kronen sichern. Dieser wird von sieben Banken sowie den AnteilseignernDänemark, Schweden und Norwegen gestellt, ist aber vorbehaltlich einer Einigungmit den Gewerkschaften und Zustimmung der Parlamente. Bis Sonntag müsse man mitden Gewerkschaften übereinkommen, erklärte Gustafson. Er plant, 800 Stellen zustreichen. Derzeit arbeiten gut 15.000 Beschäftigte bei SAS.

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Das Management willihnen Einkommenssenkungen von 15 bis 17 Prozent sowie geringere Pensionsansprücheabverlangen. "Die Existenz unseres Unternehmens hängt davon ab, dass wir inabsehbarer Zeit entsprechende Tarifverträge vereinbaren", sagte Gustafson."Ich weiß, dass wir von unseren Mitarbeitern viel verlangen, aber es geht nichtanders." Er selbst verzichte auf 20 Prozent seines Gehaltes.

EU soll Bürgschaft genehmigen

Die Regierungen von Dänemark,Schweden und Norwegen haben bei der EU-Kommission um die Genehmigung einer Bürgschaftfür die angeschlagene Fluggesellschaft SAS gebeten. Ein Bankenkonsortium wolle Kreditefür den Mutterkonzern von Scandinavian Airlines nur mit einer Ausfallbürgschaftder Regierungen verlängern, berichtete die schwedische Wirtschaftszeitung"Dagens Industri". Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte, Regierungsvertreterhätten in der Sache informell Kontakt aufgenommen.

Das Konsortium will denKredit in Höhe von 4,7 Mrd. schwedischen Kronen (rund 551 Mio. Euro) nur über denkommenden Juni hinaus verlängern, wenn die drei Regierungen ihn absichern, wie dieZeitung weiter berichtete. Zudem fordern die Banken, darunter die Royal Bank ofScotland, Swedbank und DNB, von der SAS-Gruppe Fortschritte bei der Kostenreduzierung.Die drei skandinavischen Länder halten Anteile von zusammen 50 Prozent an der Gruppe.

Quelle: n-tv.de