Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Hoher Wettbewerbsdruck: SMA Solar forciert Stellenabbau

SMA Solar muss noch mehr Jobs streichen als ursprünglich geplant. Der Wechselrichterhersteller zieht damit Konsequenzen aus der wachsenden Konkurrenz in der Solarbranche. SMA hatte für 2012 einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet.

Nach massiven Umsatzeinbußen treibt der Wechselrichterproduzent SMA Solar seinen Stellenabbau voran. "Es wird in allen Bereichen Anpassungen geben müssen, ausgenommen ist der Bereich Forschung und Entwicklung", kündigte Konzernchef Pierre Pascal Urbon an. "Wenn sich der Umsatz in unserem Unternehmen halbiert, können wir nicht die gleiche Anzahl von Mitarbeitern beschäftigen."

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Urbon ein Abfindungsprogramm aufgelegt mit dem Ziel, 500 Stellen zu streichen. Nun sollen bei dem Zulieferer für die Solarbranche noch mehr Mitarbeiter gehen. Mit dem Betriebsrat würden darüber "intensive und konstruktive Gespräche" geführt. Ende des ersten Quartals lag die Zahl der Mitarbeiter weltweit bei 5600, davon 4500 in Deutschland.

Urbon betonte, der Wettbewerbsdruck sei hoch. Mit einem Marktanteil von 25 Prozent sei SMA aber immer noch Weltmarktführer. "Diesen Anteil wollen wir halten oder leicht ausbauen." Die Übernahme des Branchen-Zweiten Power One durch die Schweizer ABB wertete Urbon positiv, obgleich sie sicher den Konkurrenzdruck auf SMA erhöhen dürfte. "Die Transaktion zeigt, dass es sich bei unserer Industrie um einen Zukunftsmarkt handelt."

Umsatzeinbruch angekündigt

SMA - ehemals mit rund 60 Prozent Marktanteil unangefochtene Nummer eins der Branche - muss sich nicht nur gegen wachsende Konkurrenz stemmen, sondern auch gegen den Preisverfall, der die gesamte Solarbranche in die Knie zwingt. Vor Investoren in München hatte das SMA-Management bereits auch für das zweite Quartal einen Umsatzeinbruch auf 240 bis 280 Millionen Euro angekündigt. Vor Jahresfrist hatte der Konzern noch 429 Millionen Euro umgesetzt. Nach einem Gewinneinbruch 2012 schließt der Vorstand für das laufende Jahr selbst einen Verlust nicht aus.

2012 hatte SMA 1,46 Milliarden Euro erlöst. Operativ sackte der Gewinn um mehr als die Hälfte ab auf 102 Millionen Euro ebenso wie das Nettoergebnis, das noch 75 Millionen Euro erreichte. Wechselrichter sind das Herzstück einer Solaranlage. Sie wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins Netz eingespeist werden kann.

Quelle: n-tv.de

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