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Schwarze Zahlen erst 2014: SMA Solar kassiert Prognose.
Schwarze Zahlen erst 2014: SMA Solar kassiert Prognose.(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinnwarnung und rote Zahlen: SMA Solar schockt nur kurz

Für die deutsche Solarindustrie scheint die Sonne schon lange nicht mehr so hell - jetzt erwischt es auch SMA Solar. Der Wechseltrichter-Hersteller kassiert seine Prognose. Die Quittung dafür gibt es von den Anlegern. Dem Kurseinbruch folgt aber eine schnelle Gegenreaktion.

Angesichts der anhaltenden Krise in der Solarindustrie kann SMA Solar seine Jahresziele nicht mehr erreichen. Der Hersteller von Wechselrichtern für die Solarindustrie hat die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2013 gesenkt. Im kommenden Jahr soll es aber wieder bergauf gehen, wie der TecDax-Konzern mitteilte. An der Börse sorgte das für einen Schock bei den Anlegern: Die Papiere von SMA brachen um zeitweise rund 10 Prozent ein - und kletterten nach rund einer Stunde wieder ins Plus: mit rund 2 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet SMA einen Umsatz von 0,9Milliarden bis 1,0 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Prognose auf 0,9 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro gelautet. Unterm Strich wird nun statt eines bestenfalls ausgeglichenen Ergebnisses vor Sondereffekten mit einem Verlust von 80 Millionen bis 90 Millionen Euro gerechnet.

Schwarze Zahlen wieder 2014

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2014 wird es voraussichtlich deutlich besser laufen. Der Umsatz soll im kommenden Jahr auf 1 Milliarde bis 1,3 Milliarden Euro steigen, zudem will SMA wieder schwarze Zahlen schreiben.

SMA hatte bereits vor Monaten auf den dieses Jahr zu erwartenden Geschäftseinbruch reagiert und den Abbau von 10 Prozent der Belegschaft angekündigt. Im Juli wurde der Abbau von 700 weiteren Stellen bekanntgegeben.

Definitiv nicht gekürzt werden soll aber im Bereich Forschung und Entwicklung. Davon verspricht sich das Unternehmen die Entwicklung neuer Produktplattformen, die bis 2014 zu einer deutlichen Senkung der Herstellungskosten beitragen sollen.

Nähere Details am 7. November

Umsatzseitig ist die gesenkte Prognose für equinet-Analyst Stefan Freudenreich keine Überraschung. Dafür gebe es zwei Gründe. Zum einen verlaufe das zweite Halbjahr in Europa schwach. Zudem habe SMA in China noch nicht Fuß gefasst. Der 2013er Verlust liege allerdings deutlich über seiner Schätzung. "Die Frage bleibt bisher offen, ob es sich dabei um Einmaleffekte handelt", so Freudenreich. Hier wolle das Unternehmen noch Abhilfe liefern und eine erklärende Präsentation auf die Seite stellen.

Der Ausblick auf der Umsatzseite liest sich für den Analysten leicht optimistisch. Auch dass im kommenden Jahr die Rückkehr in die Profitabilität angestrebt werde, wertet er leicht positiv. Aber auch hier drängt sich die Frage auf: Redet das Unternehmen vom Ebit oder aber vom Nettogewinn? Hierauf habe das Unternehmen bisher keine Antwort geliefert. Nachdem die Aktie in den vergangenen zwei Wochen so stark gelaufen ist, bleibe die Aktie, zumindest bis zur Klärung der offenen Fragen, ein Verkauf mit dem Kursziel von 19 Euro für den Analysten.

Die Ergebnisse für das dritte Quartal 2013 wird SMA am 7. November vorlegen.

Quelle: n-tv.de

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