Wirtschaft
SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hält die Methodik der Wirtschaftsweisen für nicht mehr zeitgemäß.
SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hält die Methodik der Wirtschaftsweisen für nicht mehr zeitgemäß.(Foto: picture alliance / dpa)

"Platte Wertungen": SPD stellt Wirtschaftsweisen infrage

Heftige Kritik hat die SPD-Spitze an dem Gutachten der Wirtschaftsweisen geäußert. Die Wertungen seien "plakativ und platt", die Schlüsse zum Teil "hanebüchen", die ganze Methodik nicht mehr zeitgemäß, bemängeln die Sozialdemokraten.

Die SPD-Spitze hat die "Wirtschaftsweisen" heftig attackiert und stellt indirekt die Existenz der Top-Regierungsberater infrage. "Das Gutachten versammelt auf 400 Seiten sehr plakative, teils sehr platte Wertungen - und viel zu wenig ökonomische Fakten", monierte Generalsekretärin Yasmin Fahimi.

Die Analyse werde wissenschaftlichen Anforderungen nicht gerecht und scheine in ihrer ganzen Methodik "nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein". Die Kritik der Ökonomen sollte sich auf Fakten, nicht auf die eigene wirtschaftspolitische Meinung stützen. Es sei "hanebüchen", den Mindestlohn, der erst 2015 kommt, jetzt für die Konjunkturflaute mitverantwortlich zu machen.

Die Wirtschaftsweisen hatten in ihrem Gutachten der schwarz-roten Koalition eine gehörige Mitschuld an der Konjunkturflaute gegeben. Der Mindestlohn stelle eine Belastung für die wirtschaftliche Entwicklung dar, so die Experten.

Darüber hinaus kritisierten sie die EZB-Geldpolitik, die mit ihrem niedrigen Leitzins die langfristige wirtschaftliche Entwicklung Europas gefährde. In ihrem Gutachten senken die Regierungsberater die Konjunkturprognose deutlich: 2015 erwarten sie in Deutschland nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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