Dienstag, 13. Oktober 2009
Schickedanz Arcandor-Hauptaktionärin: Sal. Oppenheim reduziert
Die Gesellschafter der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim haben ihren Anteil an dem insolventen Handelsunternehmen Arcandor auf unter zehn Prozent zurückgefahren.Wie Arcandor mitteilte, reduzierte die Bank in der vergangenen Woche den Anteil in mehreren Schritten von 24,9 Prozent auf 9,69 Prozent.
Ob noch weitere Verkäufe geplant sind, wollte ein Sprecher von Sal. Oppenheim auf Anfrage nicht sagen. In jedem Fall verlieren die Eigentümerfamilien aber ihren Status als Arcandor-Hauptaktionär. Diese Rolle nimmt nun wieder Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz ein, der 21,5 Prozent der Anteile zugerechnet werden.
Das Engagement bei Arcandor war für Sal. Oppenheim teuer und hat das inzwischen vor einer Übernahme durch die Deutsche Bank stehende Institut zusammen mit anderen Fehlspekulationen und Belastungen durch die Finanzkrise in Bedrängnis gebracht.
Die jetzt noch von den Gesellschaftern gehaltenen 24,5 Mio. Aktien haben derzeit an der Börse einen Wert von 5,6 Mio. Euro. Als die Bank im Herbst 2008 bei Arcandor über eine Kapitalerhöhung eingestiegen war, hatte sie für einen ähnlich hohen Anteil 59 Mio. Euro bezahlt. Ihre Beteiligung baute die Bank zwischenzeitlich auf bis knapp unter 30 Prozent aus.
Der größte Batzen davon wurde zusammen mit anderen Industrie- Beteiligungen der Bank in eine Holding der Sal. Oppenheim-Eigentümer überführt, nur 3,7 Prozent blieben bei der Bank selbst. Dieser Anteil wurde bereits verkauft.
wne/dpa
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