Wirtschaft
Salzgitter schreibt Verluste.
Salzgitter schreibt Verluste.(Foto: REUTERS)

Stahlkonzerne leiden: Salzgitter schreibt roten Zahlen

Die Abkühlung der weltweiten Konjunktur und die Schuldenkrise in Europa machen der Stahl-Branche zu schaffen. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter kassiert seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr und schreibt im dritten Quartal Verluste.

Chart

Das schwache Stahlgeschäft in Europa hat Salzgitter tief in die roten Zahlen getrieben. Der Konzern wies für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 25,7 Mio. Euro aus, deutlich mehr als von Analysten erwartet worden war. Sie hatten im Schnitt mit einem Fehlbetrag von 16,3 Mio. Euro gerechnet. Vor Jahresfrist hatte bei Salzgitter ein Gewinn von 21 Mio. Euro Gewinn zu Buche gestanden.

Der nach ThyssenKrupp zweitgrößte deutsche Stahlkocher hatte Anfang November seine Gewinnprognose kassiert und rechnet für das Gesamtjahr nun nur noch mit einem "in etwa" ausgeglichenen Vorsteuerergebnis. Noch im August hatte der Vorstand einen mittleren zweistelligen Millionengewinn in Aussicht gestellt - nach 202 Mio. Euro im vergangenen Jahr.

Als Grund für die gesenkten Gewinnerwartungen nannte der Konzern neben dem Abschwung in den Krisenstaaten Südeuropas zunehmend pessimistische Geschäftserwartungen auch von deutschen Stahlverarbeitern und -Händlern. Eine durchgreifende Erholung des Stahlmarktes bis Jahresende sei "nicht sehr wahrscheinlich". Der Unternehmensbereich Stahl werde in diesem Jahr voraussichtlich mit einem hohen Vorsteuerverlust abschließen. Nach neun Monaten steckte die Sparte mit knapp 150 Mio. Euro vor Steuern in den roten Zahlen.

Der Konzernumsatz stieg von Januar bis September um neun Prozent auf gut 8 Mrd. Euro. Salzgitter war es nicht gelungen, die Stahlpreise zu erhöhen, obwohl die Kosten für Energie und Rohstoffe weiter gestiegen sind.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen