Wirtschaft
Salzgitter will Flachstahl 30 Euro je Tonne verteuern.
Salzgitter will Flachstahl 30 Euro je Tonne verteuern.(Foto: REUTERS)

Zurück in die Gewinnzone: Salzgitter setzt auf höhere Preise

Während sich ThyssenKurpp bedeckt hält, denkt Konkurrent Salzgitter offen über Preiserhöhungen nach. Nach Profilstahl soll nun auch Flachstahl teurer werden. Dabei setzt der ins Minus geratene Konzern auch auf eine Nachfragebelebung im kommenden Jahr.

Der in die Verlustzone gerutschte Stahlkonzern Salzgitter hofft, bei seinen Kunden nun doch höhere Preise durchsetzen zu können. Wegen der gestiegenen Rohstoffkosten will der niedersächsische Konzern für Flachstahl 30 Euro mehr je Tonne verlangen, wie Salzgitter mitteilte. Hilfreich könnte sein, dass die Lagerbestände der Salzgitter-Kunden inzwischen geschrumpft seien und daher die Nachfrage wieder anziehen dürfte. Erste positive Signale deuteten an, dass die exportorientierte deutsche Industrie im kommenden Jahr aus Ländern außerhalb Europas neue Impulse erhalten dürfte. Der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp erklärte indes, sich grundsätzlich nicht zu seinen Stahlpreisen öffentlich zu äußern.

Der Salzgitter-Vorstand erklärte, trotz der "vergleichsweise zufriedenstellenden Auftragslage" hätten die hohen Rohstoff- und Energiekosten bei Salzgitter Flachstahl in den vergangenen Monaten zu "signifikanten Verlusten" geführt. Vergangene Woche hatte die Salzgitter-Tochter Peiner wegen des Preisverfalls für ihren Profilstahl die Preise um fast ein Fünftel angehoben.

Der Konzern war im 3. Quartal wegen des schwachen Stahlgeschäfts in Europa in die roten Zahlen geraten und hatte zuvor bereits seine Gewinnprognose für 2012 kassiert. Der Unternehmensbereich Stahl wird in diesem Jahr voraussichtlich mit einem hohen Vorsteuerverlust abschließen. Mit ein Grund für die Prognosekorrektur war, dass es Salzgitter bisher nicht gelungen war, die Stahlpreise wie angekündigt zu erhöhen. Profilstahl wird vor allem in der Baubranche verwendet, Flac

Quelle: n-tv.de

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