Wirtschaft
Ein Schmelzer arbeitet in Salzgitter an einem Hochofen.
Ein Schmelzer arbeitet in Salzgitter an einem Hochofen.(Foto: dapd)

Schwarze Zahlen als Ziel: Salzgitter will Wende schaffen

Der Stahlhersteller Salzgitter schaut nach einem Verlustjahr wieder etwas optimistischer nach vorne. Allerdings trüben noch viele Fragezeichen bei der konjunkturellen Entwicklung den Optimismus der Niedersachsen.

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter peilt nach einem schwierigen Jahr 2012 eine Ertragswende fürs laufende Geschäftsjahr an. Sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, setzt der Konzern für 2013 auf eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

Bei stabilem Umsatz hält der Vorstand des ThyssenKrupp-Konkurrenten vor Steuern einen Gewinn im unteren zweistelligen Millionenbereich für möglich, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Zugleich verwies er darauf, dass dieser Ausblick angesichts der unklaren Konjunkturprognosen noch von Unsicherheiten geprägt sei.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das MDax-Unternehmen angesichts der schwachen Nachfrage nach Stahl in Europa und dem anhaltenden Preisdruck in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern stand ein Fehlbetrag von 29,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von 201,6 Millionen 2011. Bereits im Januar gemeldete vorläufige Zahlen hat der der Konzern damit bestätigt.

Als Grund für das Verlustjahr gelten hohe Einkaufspreise und eine trübe Stahlkonjunktur in Europa, die vor allem durch eine schwache Nachfrage der Hauptkunden in der Automobilindustrie und dem Maschinenbau ausgelöst wurde.

Unterm Strich steht bei den Niedersachsen 2012 ein Verlust von 99,8 Millionen Euro. Das liegt auch an negativen Steuereffekten. Ein Jahr zuvor hatten sie noch 236 Millionen verdient. Der Umsatz legte 2012 um 6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu.

Quelle: n-tv.de

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