Wirtschaft
Nicht nur der französische Staat, auch die spanische Bank Santander beteiligt sich offenbar an der Rettung von Peugeot.
Nicht nur der französische Staat, auch die spanische Bank Santander beteiligt sich offenbar an der Rettung von Peugeot.(Foto: picture alliance / dpa)

Bank und Autobauer gründen Joint Venture: Santander hilft Peugeot überleben

In seinem Überlebenskampf springt dem angeschlagenen Autobauer Peugeot nach den Chinesen und dem französischen Staat nun auch die spanische Großbank Santander bei: Das Institut will künftig die Autoverkäufe mitfinanzieren - so gewinnt Peugeot dringend nötige Luft zum Atmen.

Der angeschlagene Autobauer Peugeot und die spanische Großbank Santander  schmieden offenbar eine Allianz zur Pkw-Finanzierung für europäische Märkte. Dabei solle Santander ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Peugeot-Tochter Banque PSA Finance gründen, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen. Die Madrider Bank wolle Bargeld in das Joint-Venture einbringen, um ein Kreditportfolio der Finanzierungssparte des französischen Autoherstellers zu erwerben.

Auf diese Weise sollen nach und nach die Staatsgarantien in Höhe von sieben Milliarden Euro ersetzt werden, die Peugeot am Leben erhalten. Peugeot wolle die Kooperation und weitere Vereinbarungen am kommenden Donnerstag bekanntgeben. Weder der Autobauer noch die Bank wollten sich dazu äußern. Peugeot arbeitet mit Santander bereits in Lateinamerika zusammen.

Die Allianz mit Santander wäre für Peugeot ein weiterer Rettungsanker im Überlebenskampf: Am Mittwoch war bereits aus Kreisen verlautet, dass sich Peugeot mit seinem chinesischen Partner Dongfeng und der französischen Regierung auf eine Kapitalspritze von bis zu vier Milliarden Euro geeinigt habe. Der Einigung zufolge werden Peugeot und Dongfeng ihr bestehendes Joint Venture ausbauen und auch ihre gemeinsame Forschung und Entwicklung mit Blick auf eine Expansion in Südostasien intensivieren.

Die Autokrise in Europa hält bereits seit sechs Jahren an und hat PSA Peugeot Citroen besonders stark getroffen. Im vergangenen Jahr verbrannte der Konzern Schätzungen zufolge Barmittel in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Kosten für Stellenstreichungen und die Schließung eines großen Werks bei Paris.

Quelle: n-tv.de

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