Auf die russische ArtSattes Plus bei Rusal
Nach deutlichen Verlusten im Vorjahresquartal macht UC Rusal aus Aluminium wieder Geld - und das nicht zu knapp. Der weltweite Branchenprimus profitiert dabei von gestiegenen Preisen und Kostensenkungen.
Der weltgrößte Aluminiumkonzern UC Rusal hat zu Jahresbeginn dank höherer Preise wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das russische Unternehmen begründete die Entwicklung zudem mit Kostensenkungen. Nach den Worten von Vize-Konzernchef Oleg Mukhamedschin bleibt die Nachfrage nach Aluminium vor allem in Asien hoch. Für China sagte der Manager ein Absatzplus von 20 Prozent für das laufende Jahr voraus. Rusal will seine Produktion daher 2010 um drei Prozent ausweiten und zwei neue Aluminiumhütten in Betrieb nehmen.
Unter dem Strich erzielte Rusal einen Gewinn von 247 Mio. Dollar im ersten Quartal nach einem Verlust von 638 Mio. Dollar vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg auf 2,33 Mrd. Dollar von zuvor 1,78 Mrd. Dollar.
Rusal war im Januar an die Börse in Hongkong und Paris gegangen. In Hongkong legte die Rusal-Aktie knapp ein Prozent zu, notiert aber 23 Prozent unter dem Ausgabepreis vom Januar. Sorgen bereitet den Anlegern aber vor allem der Schuldenberg des Konzerns. Auch nach den Börsengängen hat Rusal Verbindlichkeiten von 12 Mrd. Dollar. Die Konzernführung bekräftigte ihr Ziel, die Schulden bis 2013 um 3,3 Mrd. Dollar zu reduzieren.