Wirtschaft
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Es geht um Milliarden Dollar: Scheichs schmieden Alu-Riesen

Dubai und Abu-Dhabi gehen wirtschaftlich getrennte Wege. Damit ist nun Schluss: Wegen des globalen Wettbewerbsdrucks verschmelzen die beiden Emirate ihre staatlichen Aluminiumkonzerne Dubal und Emal zu einem wahren Alu-Koloss.

Der globale Wettbewerbsdruck schweißt die beiden wirtschaftlich bislang eher getrennte Wege gehenden Golf-Emirate Dubai und Abu Dhabi enger zusammen. Die beiden Mitglieder der Vereinigten Arabischen Amirate kündigten die Fusion ihrer staatlichen Aluminiumproduzenten Dubai Aluminium (Dubal) und Emirates Aluminium (Emal) im Volumen von rund 15 Mrd. Dollar an. Der neue Konzern Emirates Global Aluminium soll weltweit die Nummer fünf sein und von beiden Seiten zu gleichen Teilen gehalten werden.

Die beiden wohlhabenden Emirate waren bislang in wirtschaftlichen Belangen eher Rivalen, etwa in den Bereichen Börsenbetreiber, Häfen oder Airports. Die jetzt angekündigte Fusion ist der erste große Zusammenschluss von Konzernen beider Seiten, soll aber wohl längst nicht der letzte sein: "Es wird in den kommenden beiden Jahren noch einige Überraschungen geben, dies war nur die erste", sagte ein ranghoher Mitarbeiter der Regierung Abu Dhabis.

Die Fusion von Dubal und Emal wurde offenbar von langer Hand eingefädelt. Schon 2011 war der Dubal-Verwaltungsratschef von einer regionalen Zeitung mit den Worten zitiert worden, der Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi wolle einen Dubal-Anteil kaufen. Abu Dhabi hatte Dubai in der globalen Finanzkrise 2009 mit einer Geldspritze von 10 Mrd. Dollar unterstützt.

Quelle: n-tv.de

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