Samstag, 28. August 2010
UAL und Continental dürfen fusionieren: Segen für Airline-Hochzeit
Die US-Kartellbehörden genehmigen überraschend zügig die Fusion der Fluggesellschaften United Airlines und Continental. In einem Zugeständnis an den kleineren Rivalen Southwest Airlines muss der neue Marktführer lediglich eine Reihe von Abflug- und Landerechten am Flughafen Newark bei New York abgeben.Das US-Justizministerium hat nur zwei Stunden nach der Einigung der Gesellschaften grünes Licht für den Zusammenschluss der beiden Fluglinien United und Continental Airlines zur größten Airline der Welt gegeben. Man habe entsprechende Untersuchungen eingestellt, nachdem sich die neue Mega-Gesellschaft mit dem Konkurrenten Southwest über Lande- und Startrechte geeinigt habe, teilte das Ministerium mit. Damit stehe dem Zusammenschluss praktisch nichts mehr im Wege, meinen Airline-Experten.
Auch die EU-Kommission hatte kürzlich keine Einwände erhoben. Nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter verdrängt die Fusion keine Konkurrenten. Die Prüfung habe ergeben, dass sich United und Continental auf den Strecken zwischen Europa und den USA ergänzten.
Der Anfang Mai angekündigte Zusammenschluss schafft einen Giganten, der im Jahr mehr als 144 Mio. Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern bringt. UAL übernimmt Continental für 3,17 Mrd. Dollar. Bis Ende des Jahres soll das Geschäft unter Dach und Fach sein, heißt es. United und Continental werden unter dem Dach der United Continental Holdings zusammenrücken und bilden dann nach Zahl der Passagiere die größte Airline der Welt. Diesen Titel hat bislang Delta Air Lines inne.
rts/dpa
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