Wirtschaft
"Das führt zu Problemen": Ist die Regulierung in Deutschland zu streng ausgefallen?
"Das führt zu Problemen": Ist die Regulierung in Deutschland zu streng ausgefallen?(Foto: REUTERS)

Schutzvorrichtung für Kundengeld: Schraubt Schäuble an den Banken?

Ein Papier aus dem Bundesfinanzministerium enthält angeblich brisante Passagen: Einem Zeitungsbericht zufolge soll die strikte Trennung zwischen Spekulation und Vermögensverwaltung fallen. Hauptgewinner wäre wohl die Deutsche Bank.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will das Trennbankengesetz entschärfen und Banken damit mehr Freiraum für Spekulationsgeschäfte im eigenen Haus gewähren. Das zumindest berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf einen internen Vermerk des Finanzministeriums.

In Deutschland sollen Banken das besicherte Kreditgeschäft mit riskanten Hedgefonds nicht mehr von ihrem klassischen Einlagengeschäft mit den Kundengeldern abtrennen müssen, heißt es. Die neue Regelung kennt demnach einen klaren Profiteur: Die Aufweichung des Trennbankensystems komme der Deutschen Bank entgegen. Als einziges Institut in Deutschland nimmt die Deutsche Bank in dem Geschäft mit den als riskant geltenden Hedgefonds eine international führende Rolle ein, schreibt das Blatt.

Grund für die Lockerung seien Regelungen im Ausland, heißt es in dem Bericht weiter. Insbesondere in Frankreich sei eine Trennung in diesem Bereich ebenfalls nicht vorgesehen. Zudem sei absehbar, dass die europäische Verordnung ebenfalls weniger streng ausfallen werde als die bislang im deutschen Trennbankengesetz vorgesehene Regelung.

"Das führt zu Problemen, weil deutsche Banken bereits jetzt damit beginnen müssen, das Unternehmen nach den Maßgaben des deutschen Trennbankengesetzes umzustrukturieren", zitiert die FAZ aus dem Papier. Das deutsche Gesetz müssen Kreditinstitute weitgehend bis Juli 2015 umsetzen.

Quelle: n-tv.de

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