Wirtschaft

Aus dem Tal heraus: Schwarze Zahlen bei Swiss Re

Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re ist im dritten Quartal 2009 mit einem Nettoergebnis von 334 Mio. Franken (220 Mio. Euro) in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat damit deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet.

(Foto: REUTERS)

Swiss Re verbuchte allerdings erneut fast eine Mrd. Franken Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Absicherungen und verbriefte Wertpapiere.

Außerdem zeigt sich die Nummer zwei der Branche nach Münchener Rück vorsichtiger im Hinblick auf die Durchsetzung von Prämienerhöhungen. "Während Marktentwicklungen auf höhere Preise schließen lassen, könnten die wiederhergestellte Kapitalausstattung innerhalb der Branche sowie das Ausbleiben von schadenintensiven Wirbelstürmen die Korrektur am Markt teilweise verzögern", wurde Konzernchef Stefan Lippe in der Medienmitteilung am Dienstag zitiert.

Im Vor- wie auch im Vorjahresquartal hatte Swiss Re dreistellige Millionenverluste ausgewiesen. Im März hatte der legendäre US-Investor Warren Buffett dem Konzern, der sich mit hochriskanten Wertpapieren verspekuliert hatte und 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht war, mit drei Mrd. Franken frischem Kapital unter die Arme gegriffen.

Bei Einsparungen über dem Plan

Die verdienten Prämien sanken im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr unerwartet um elf Prozent auf 5,84 Mrd. Franken, wobei die größten Sparte Sachversicherung deutlich rentabler war. Die entsprechende Kennzahl, der Schaden-Kosten-Satz, ging um 15,1 Prozentpunkte auf 84,1 Prozent zurück.

Swiss Re hat nach weiteren Angaben die Risiken in seinem Portfolio von Finanzgarantie-Rückversicherungen erneut erheblich verringert und einen Teil der Kreditversicherungen mit 221 Mio. Franken Gewinn verkaufen können. Auch liegt der Konzern mit den geplanten Einsparungen über Plan; diese sollen im laufenden Jahr 150 Mio. bis 200 Mio. Franken erreichen.

Das Eigenkapital lag bei 26,17 Mrd. Franken. Die Solvenz-Quote, eine Kennzahl dafür, wie gut die Zahlungsverpflichtungen mit Eigenmitteln unterlegt sind, betrug mehr als 200 Prozent. Swiss Re hat nach eigenen Angaben über sechs Mrd. Franken mehr Kapital als für ein AA-Rating erforderlich ist.

Analysten hatten im Schnitt mit 115 Mio. Franken Quartalsgewinn, 6,59 Mrd. Franken Prämienvolumen und einem Schaden-Kosten-Satz von 93,1 Prozent gerechnet.

Quelle: n-tv.de

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