Wirtschaft
Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll Deutschland zunächst bis zu 300 Millionen Euro Bußgeld von der Schweizer UBS gefordert haben.
Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll Deutschland zunächst bis zu 300 Millionen Euro Bußgeld von der Schweizer UBS gefordert haben.(Foto: picture alliance / dpa)

Deutschland verfolgt Steuerhinterziehung : Schweizer UBS plant Rekord-Entschädigung

Einem Medienbericht zufolge steht der Bundesrepublik die bislang größte Schadenersatzzahlung im Zusammenhang mit Schweizer Steuer-CDs bevor. Die Großbank UBS soll sich mit den deutschen Behörden auf einen Rekordbetrag geeinigt haben.

Die Schweizer Großbank UBS ist offenbar dazu bereit, Deutschland bis zu 200 Millionen Euro Bußgeld wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu zahlen. Den Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zufolge wäre dies der bislang höchste Betrag, den eine ausländische Bank jemals wegen dieses Delikts an die Bundesrepublik überwiesen hätte. Die Schweizer Banken Julius Bär und Credit Suisse seien mit 50 beziehungsweise 150 Millionen Euro deutlich billiger weggekommen.

Auslöser der Ermittlungen gegen die UBS war eine Steuer-CD mit Informationen über Kunden der Bank, welche die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung angekauft hatte. Laut Staatsanwaltschaft enthielt der Datenträger Angaben zu rund 750 Stiftungen und 550 Fällen sonstiger Kapitalanlagen mit einem Anlagevolumen von rund 3,5 Milliarden Schweizer Franken (mehr als 2,8 Milliarden Euro).

Laut der "SZ" wollten die deutschen Behörden wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ursprünglich 300 Millionen Euro von der UBS fordern, als Kompromiss deute sich nach Angaben aus Finanzkreisen in Zürich aber eine Summe von 180 bis 200 Millionen Euro an. Darauf stelle sich die UBS auch schon ein. Vonseiten der Bank und der Bochumer Staatsanwaltschaft, die im Juli 2013 zehn Filialen des Geldinstituts in Deutschland durchsuchen ließ, habe die Zeitung keine offizielle Stellungnahme zu ihrem Bericht bekommen.

Nordrhein-Westfalen hatte in den vergangenen Jahren wiederholt CDs mit Daten mutmaßlicher Steuersünder gekauft. Danach war die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern in dem Bundesland deutlich gestiegen.

Quelle: n-tv.de

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