Wirtschaft
Die New Development Bank sitzt in Shanghai.
Die New Development Bank sitzt in Shanghai.(Foto: picture alliance / dpa)

China ist größter Förderer: Schwellenländer starten Entwicklungsbank

Die führenden Schwellenländer wollen unabhängiger von den großen Spielern der Finanzwelt werden. Sie gründen deshalb eine eigene Entwicklungsbank, die nun ihre Arbeit aufnimmt. Sie soll eine Alternative zur Weltbank und zum IWF werden.

Die fünf wichtigsten Schwellenländer haben als Alternative zu etablierten Institutionen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) den Startschuss für eine eigene Entwicklungsbank gegeben. "Unser Ziel ist es nicht, das existierende System herauszufordern, sondern das System auf unsere eigene Weise zu verbessern und zu ergänzen", sagte der Präsident der New Development Bank (NDB), Kundapur Vaman Kamath.

Die Bank mit Sitz in Shanghai und einem Startkapital von 50 Milliarden Dollar soll in erster Linie Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte in den BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika fördern.

Treibende Kraft ist vor allem China, das der NDB 41 Milliarden Dollar zugesagt hat. Ebenso bringt China auf die Gründung der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) voran, deren Hauptsitz in Peking entstehen soll. Sie soll mit der NDB zusammenarbeiten.

Mit den beiden Institutionen wollen die Schwellenländer unabhängiger vom Westen werden, der das Finanzsystem noch immer dominiert. Insbesondere mit der Gründung der NDB wollen die fünf BRICS-Staaten ihr stärkeres Gewicht in der Welt deutlich machen. Die Gruppe ist seit längerem unter anderem unzufrieden damit, dass im IWF immer noch die USA und die Europäer das Sagen haben.

Quelle: n-tv.de

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