Samstag, 29. August 2009
Gerüchte um Eick-Rücktritt: Schwerer Gang für Arcandor
Für den schwer angeschlagenen Handelskonzern Arcandor schlägt die Stunde des Insolvenzverfahrens. Beobachter spekulieren auf einen schnellen Abtritt Vorstandschef Karls-Gerhard Eick.Nach der Vorlage aller Gutachten soll voraussichtlich am kommenden Dienstag, dem 1. September, das Insolvenzverfahren für Arcandor eröffnet werden. Das Essener Amtsgericht muss dazu die Verfahren für insgesamt rund 40 Einzelgesellschaften eröffnen, darunter für die Holding Arcandor AG in Essen und die wichtigsten Töchter Karstadt Warenhaus und Primondo.
Beobachter rechnen damit, dass Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum Anlass nehmen könnte, das Unternehmen zu verlassen. Eick hatte erst vor einem halben Jahr die Nachfolge von Thomas Middelhoff angetreten.
Der ehemalige Telekom-Manager Eick ist für diesen Fall gut abgesichert. Die Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim haben ihn für seinen insgesamt über fünf Jahre laufenden Vertrag die Summe von zehn bis 15 Mio. Euro garantiert.
mmo/dpa
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