Wirtschaft
Von Horst Seehofers Aussage hängt Einiges ab.
Von Horst Seehofers Aussage hängt Einiges ab.(Foto: picture alliance / dpa)

Milliardenverluste der BayernLB: Seehofer muss zu HGAA-Pleite aussagen

Horst Seehofer muss offenbar im Schadenersatzprozess der BayernLB gegen ihre einstige Tochter Hypo Alpe Adria als Zeuge vor Gericht. Der Beinahe-Zusammenbruch der österreichischen Skandalbank kostete Bayerns Steuerzahler 3,7 Mrd. Euro. Ob der Freistaat davon etwas wiedersieht hängt womöglich von der Aussage des Ministerpräsidenten ab.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) soll einem Zeitungsbericht zufolge im Schadenersatzprozess der Bayerischen Landesbank gegen die österreichische Hypo Alpe Adria aussagen. Das Handelsgericht Wien habe Seehofer für den 23. Juli als Zeuge geladen, bestätigte ein Gerichtssprecher der "Süddeutschen Zeitung". Die BayernLB behauptet, beim Erwerb der Hypo Alpe Adria im Jahr 2007 über deren Zustand "arglistig getäuscht" worden zu sein. Sie hofft auf Schadenersatz in Millionen-, wenn nicht gar Milliardenhöhe.

Seehofer solle auf Antrage von österreichischen Beteiligten an dem Gerichtsverfahren offenbar aussagen, unter welchen Umständen die BayernLB die Hypo Alpe nach Österreich zurückgegeben hatte, berichtet die "SZ" weiter. Eine der Schlüsselfragen laute, ob die Landesbank damals einen Verzicht auf eventuelle Schadenersatzansprüche erklärt habe. In diesem Fall könnte die BayernLB keine Ansprüche mehr geltend machen. Hinweise auf einen solchen Verzicht gebe es aber nicht.

2009 hatte die BayernLB die Hypo Alpe Adria mit einem Verlust in Höhe von 3,7 Mrd. Euro an die Republik Österreich abgestoßen, die das notleidende Institut verstaatlichte, um eine Pleite abzuwenden.

Quelle: n-tv.de

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