Wirtschaft
Häuser in San Francisco.
Häuser in San Francisco.(Foto: REUTERS)

Lockerere Geldpolitik der US-Notenbank: Shiller warnt vor Immobilienblase

In den USA steigen die Preise für Immobilien kräftig. Was Hausbesitzer freut, kann Ökonomen tiefe Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Zu ihnen gehört einer der renommiertesten der Zunft: Robert Shiller.

Der bekannte amerikanische Ökonom Robert Shiller sieht die Gefahr einer erneuten Immobilienblase in mehreren großen Städten in den USA. In Las Vegas, Los Angeles, San Francisco, Miami und Phoenix sei ein dramatischer Anstieg der Immobilienpreise zu beobachten, sagte Shiller. Zum Teil sei die Entwicklung bedingt durch einen starken Zustrom von Investorengeldern von außen, so der Wirtschaftswissenschaftler, der einer der Entwickler des viel beachteten Case-Shiller-Indexes ist, der die Veränderungen am US-Immobilienmarkt widerspiegelt.

Es bestehe das Risiko einer erneuten Blasenbildung, sagte Shiller. "Es sieht aus wie der Beginn der letzten Blase", ergänzte er mit Verweis auf die Jahre 2007/2008, als die USA in die schwerste Rezession seit Jahrzehnten stürzten. Damals hatte das Platzen einer Immobilienblase eine weltweite Finanzkrise ausgelöst, weil Banken in diesem Bereich viel zu hohe Risiken eingegangen waren.

Aus dem Case-Shiller-Index für April ging hervor, dass die Preise für Einfamilienhäuser in 20 Ballungsräumen der USA um 12,1 Prozent gestiegen waren - das höchste jährliche Plus seit sieben Jahren. Die höchsten Preisanstiege waren in San Francisco mit 24 und Las Vegas mit 22,3 Prozent zu verbuchen.

Die lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed hat auch zu einer wachsenden Nachfrage nach Immobilien geführt. Fed-Chef Ben Bernanke hat die Märkte allerdings jüngst auf das baldige Ende des jetzigen Kurses vorbereitet.

Quelle: n-tv.de

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