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Wirtschaft

Donnerstag, 13. August 2009

Argentinien-Klage im Papierkorb: Siemens schließt Frieden

Der Industriekonzern Siemens zieht eine 220 Mio. Dollar schwere Klage gegen die argentinische Regierung wegen der Stornierung eines Auftrags zurück.
"Wir denken, dass es keine gute Idee ist, unsere Kunden zu verklagen": Siemens-Chef Peter Löscher (links) mit Vorstandskollege Peter Solmssen (Archivbild)

"Wir denken, dass es keine gute Idee ist, unsere Kunden zu verklagen": Siemens-Chef Peter Löscher (links) mit Vorstandskollege Peter Solmssen (Archivbild)
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Unternehmen sei froh, die Rechtsstreitigkeiten mit Argentinien beendet zu haben, sagte Rechtsvorstand Peter Solmssen. "Wir denken, dass es keine gute Idee ist, unsere Kunden zu verklagen." Er hoffe, die Entscheidung werde es Siemens ermöglichen, sich gemeinsam mit dem südamerikanischen Land auf die Bereiche Energie, Gesundheit und Industrialisierung zu konzentrieren.

Siemens hatte 1998 während der Amtszeit des damaligen argentinischen Präsidenten Carlos Menem den Auftrag erhalten, Ausweise herzustellen und zu verteilen. Der Auftrag wurde drei Jahre später von Menems Nachfolger Fernando de la Rua wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten rückgängig gemacht. Siemens verklagte die Regierung daraufhin auf Schadenersatz.

Ein argentinischer Richter geht derzeit Vorwürfen nach, wonach das Unternehmen in den 90er Jahren Bestechungsgelder gezahlt haben soll, um an Regierungsaufträge zu kommen.

mmo/rts

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