Wirtschaft
Blackberry setzt auf sein Betriebssystem und zunächst auf das Modell Z10.
Blackberry setzt auf sein Betriebssystem und zunächst auf das Modell Z10.(Foto: picture alliance / dpa)

Aktie springt an: Blackberry Z10 ist Verkaufshit

Nach der Umbenennung von Research in Motion in Blackberry macht die Aktie den Anlegern wieder Freude. Der neue Name kam mit dem neuen Betriebssystem und dem neuen Smartphone-Modell Z10. Beides soll den Smartphone-Pionier zurück auf Erfolgskurs bringen. Und das Konzept geht auf.

Der Smartphone-Spezialist Blackberry hat mit einer Erfolgsmeldung seinen Aktienkurs beflügelt. Ein Partner habe eine Million Geräte mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 bestellt, gab das kanadische Unternehmen bekannt. Nähere Angaben wie den Namen des Partners gab es nicht. Es sei die bisher größte einzelne Bestellung von Blackberry-Telefonen, hieß es lediglich. Das Unternehmen hatte jüngst den US-Telekomriesen AT&T als Partner gewonnen, der die neuen Z10-Modelle vertreiben will. In anderen Ländern wie Kanada oder auch Großbritannien ist das Gerät bereits im Handel und verkauft sich dem Konzern zufolge auch gut.

Am Donnerstag sorgte die Nachricht für neue Kursfantasien bei den Anlegern: Die Aktie beendete den Handel mit einem Sprung von mehr als 8 Prozent auf 15,65 Dollar.

Es kann nur besser werden

Blackberry hatte im gesamten vergangenen Quartal gut sieben Millionen Geräte verkauft. Derzeit versucht das vom ehemaligen Siemens-Manager Thorsten Heins geführte Unternehmen, mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 und frischen Geräten wie dem Z10, einen Smartphone ohne die typische Blackberry-Tastatur, wieder Fuß zu fassen. Der Marktanteil des Smartphone-Pioniers war zuletzt auf rund 3,5 Prozent gesunken. Der Markt wird von Samsung und Apple beherrscht.

Blackberry hofft unter anderem, mit einer cleveren Kombination von Arbeits- und Privatbereich im Smartphone seine Unternehmenskunden zu überzeugen. Zusammen mit dem Sicherheits-Spezialisten Secusmart will Blackberry auch das nächste Telefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel stellen, es ist aber noch ein Konkurrenzgerät von T-Systems im Rennen.

Gleichzeitig halten sich hartnäckig Gerüchte am Markt, dass das Unternehmen vom chinesischen Computerspezialisten Lenovo beäugt wird. Diese Spekulationen hatten den Titeln bereits mehrfach zu deutlich positiven Kursausschlägen verholfen.

Quelle: n-tv.de

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