Wirtschaft
Mit der Bundesliga steht und fällt der Traum von schwarzen Zahlen bei Sky Deutschland.
Mit der Bundesliga steht und fällt der Traum von schwarzen Zahlen bei Sky Deutschland.(Foto: picture alliance / dpa)

High Definition, nicht hochprofitabel: Sky sieht weiter rot

Der Bezahlsender Sky Deutschland ist auf dem Weg in die Gewinnzone, aber noch liegt ein Stück Weg vor der defizitären News-Corp-Tochter. Im vergangenen Jahr fällt das Minus um knapp ein Drittel niedriger aus als noch 2011. Ein Grund ist der Abonnentenzuwachs und der höhere Umsatz pro Kunde. Aber auch die Geldspritzen des Murdochschen Medienkonzerns spielen eine Rolle.

Dank milliardenschwerer Unterstützung von Hauptaktionär Rupert Murdoch nähert sich der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland den schwarzen Zahlen. Sky verringerte seinen Fehlbetrag 2012 um knapp ein Drittel auf 195,2 Mio. Euro. Wann das seit Jahren Verluste ausweisende Unternehmen aber unter dem Strich Gewinne schreibt - darüber traute sich Vorstandschef Brian Sullivan aber noch keine Einschätzung zu. Er wiederholte lediglich seine Aussage, das im laufenden Jahr im operativen Geschäft schwarze Zahlen geschrieben werden sollen und die erwarteten Betriebsgewinne danach stark ausbauen werden.

Weil der Pay-TV-Sender im vergangenen Jahr zahlreiche neue Abonnenten anlockte und mit jedem von ihnen im Schnitt auch mehr Geld verdiente, sank der operative Verlust (Ebitda) im Rahmen der bereits angekündigten Spanne um zwei Drittel auf 51,1 Mio. Euro. Er fiel damit etwas höher aus als erwartet. Im Januar hatte Sky mitgeteilt, dass der Betrag zwischen 48 Mio. und 58 Mio. Euro liege. Branchenexperten hatten sich daraufhin im Schnitt auf einen Ebitda-Verlust von 49,9 Mio. Euro eingestellt.

Anleger verhalten

Sky Deutschland hat im abgelaufenen Jahr 12 Prozent Kunden hinzugewonnen und zählt nunmehr 3,36 Millionen Abonnenten. Speziell bei den hochauflösenden, sogenannten HD-Programmen, Zweitkarten und Sky+ gab es deutliches Wachstum. Das schlug sich auch in dem um 1,48 auf 32,77 Euro gestiegenen Durchschnittsumsatz pro Kunde nieder. Knapp die Hälfte der Sky-Kunden sehen mittlerweile in HD-Qualität, fast ein Viertel nutzt den Festplattenrekorder für zeitversetztes Fernsehen. Ebenfalls stark auf dem Vormarsch sind mobile Angebote, die sich die Kunden beispielsweise auf ihrem iPad anschauen können.

Murdoch war mit seinem Medienkonzern News Corp vor fünf Jahren bei Sky eingestiegen und hat den Fernsehbetreiber mit insgesamt 1,6 Mrd. Euro aufgepäppelt. In diesem Jahr sicherte sich der Australier endgültig die Macht und stockte seine Beteiligung auf nunmehr 54,8 Prozent auf.

Am Markt reagierten die Anleger eher verhalten: Die Sky-Deutschland-Papiere lagen leicht im Plus.nell ins Positive drehen."

Quelle: n-tv.de

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