Wirtschaft
Schweres Gerät im Rostocker Hafen: Das Spezialschiff "Giant 7" soll bei der Verankerung der Fundamente helfen.
Schweres Gerät im Rostocker Hafen: Das Spezialschiff "Giant 7" soll bei der Verankerung der Fundamente helfen.(Foto: picture alliance / dpa)

"Wie sind Teil der Energiewende": Spanier bauen Ostsee-Windpark

Im Meer vor Rügen wachsen in den kommenden Monaten neue Windräder in den Himmel: Im Auftrag des spanischen Konzerns Iberdrola soll dort der Windpark "Wikinger" bald Strom für 350.000 Haushalte liefern.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola baut seinen ersten Offshore-Windpark in Deutschland. Projektleiter Tanis Rey-Baltar und Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel gaben in Sassnitz auf Rügen das Startsignal für den Bau des milliardenschweren Neubauprojekts.

Der Windpark trägt den Projektnamen "Wikinger" und soll auf dem offenen Meer rund 30 Kilometer nordöstlich von Rügen entstehen. Die Baukosten liegen bisherigen Planungen zufolge bei 1,4 Milliarden Euro. Die Rotorenfarm nach weniger als zwei Jahren Bauzeit Ende 2017 ans Netz gehen und nach Konzernangaben rein rechnerisch Strom für rund 350.000 Haushalte liefern.

Strom aus der Ostsee: Landesverkehrsminister Christian Pegel mit einem der Seekabel, mit dem Netzbetreiber die Windräder ans Stromnetz anschließen wollen.
Strom aus der Ostsee: Landesverkehrsminister Christian Pegel mit einem der Seekabel, mit dem Netzbetreiber die Windräder ans Stromnetz anschließen wollen.(Foto: picture alliance / dpa)

"Mit diesem Projekt sind wir Teil der deutschen Energiewende", sagte Rey-Baltar. "Wikinger" ist nach Baltic 1 und Baltic 2 der dritte Windpark vor der deutschen Ostseeküste. Iberdrola plant zudem mit "Windanker" einen weiteren Windpark. Er könnte ab 2021 gebaut werden.

Im Seehafen Rostock laufen bereits erste Vorarbeiten zum Bau des neuen Ostsee-Windpark "Wikinger". Spezialisten begannen damit, die Technik zum Rammen der Fundamente für den Einsatz vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns vorzubereiten.

70 riesige Rotoren

Schweres Baugerät wurde dazu auf das Spezialschiff "Giant 7" verladen. Die erforderlichen Bauarbeiten sind umfangreich: Der dritte deutsche Ostsee-Windpark soll insgesamt 70 Anlagen umfassen. Um den riesigen Rotoren ein sicheres Fundament zu verschaffen, müssen Techniker dazu eine entsprechende Zahl an Haltekonstruktionen in den Meeresgrund rammen.

Angebunden werden sollen die neuen Windparks durch eine eigene Stromtrasse, die vom Netzbetreiber 50Hertz verlegt werden soll. Das Seekabel soll von den Baustellen am sogenannten westlichen Adlergrund in der Ostsee unter Wasser bis zum Anlandepunkt in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern führen. 50Hertz rechnet mit Investitionskosten von mehr als einer Milliarde Euro für die insgesamt 93 Kilometer lange Stromtrasse.

Quelle: n-tv.de

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