Wirtschaft
Springerchef Mathias Döpfner hält einen Gewinn von einer Milliarde für "absolut möglich".
Springerchef Mathias Döpfner hält einen Gewinn von einer Milliarde für "absolut möglich".(Foto: picture alliance / dpa)

"Wachstum ohne Wenn und Aber": Springer-Chef peilt eine Milliarde Gewinn an

Die Ansage klingt fast ein wenig größenwahnsinnig. Von aktuell einer halben will Springer-Chef Döpfner den Gewinn des Medienkonzerns auf eine Milliarde Euro steigern. Das will er als Motivation für die Mitarbeiter verstanden wissen.

Der Axel-Springer-Verlag könnte nach Worten von Konzern-Chef Mathias Döpfner künftig seinen Gewinn nahezu verdoppeln. Ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von einer Milliarde Euro sei "absolut möglich", sagte Döpfner nach Konzern-Angaben jüngst auf einer Management-Konferenz. "Der Betrag wurde genannt - aber nicht angekündigt, als Ziel vorgegeben oder in Aussicht gestellt", fügte eine Springer-Sprecherin hinzu. "Es ist als motivierendes langfristiges Wunschziel des Vorstandsvorsitzenden zu verstehen, um das Unternehmen weiterhin auf einen klaren Wachstumskurs hin zu orientieren." Das Ebitda lag 2013 bei rund 454 Millionen Euro.

Döpfner äußerte sich am 28. August auf einer Mitarbeiter-Veranstaltung. Es gehe nun "ohne Wenn und Aber um Wachstum", zitierte ihn das Internet-Portal "Meedia". Allein Kosten zu sparen oder umzubauen, reiche nicht, denn man müsse sich auf Wachstum konzentrieren. "Kleinkariertes Denken hilft nicht. Warum sollte Axel Springer kein Unternehmen sein, das ein Ebitda von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr erreicht?", sagte Döpfner dem Bericht zufolge. "Warum sollte Axel Springer kein Unternehmen sein, das eine Marktkapitalisierung von zehn Milliarden Euro und einen Börsenkurs von einhundert Euro erreicht?"

Springer setzt immer mehr aufs Internet

Demnach räumte Döpfner auch ein: "Es steht mir nicht zu, an dieser Stelle ein solches Ziel vorzugeben." Der Springer-Chef forderte jedoch die Mitarbeiter auf, ihn zu dabei "zu unterstützen, das Ziel zu erreichen".

Springer verlagert immer mehr Geschäft ins Internet und will nach eigenen Angaben weiter zukaufen. Der Herausgeber von "Bild" und "Welt" peilt für 2014 einen Gewinnanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Der Umsatz soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Die Springer-Aktie notierte an diesem Dienstag in einem etwas schwächeren Marktumfeld 0,3 Prozent tiefer mit 45,36 Euro.

Quelle: n-tv.de

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