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Prozess gegen Wiedeking: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Am Freitag spricht das Stuttgarter Landgericht Ex-Porschechef Wendelin Wiedeking und seinen früheren Finanzvorstand Holger Härter vom Vorwurf der Marktmanipulation frei. Erledigt ist das Thema damit nicht: Die Staatsanwaltschaft will das Urteil prüfen.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat nach den Freisprüchen im Porsche-Prozess gegen den früheren Vorstandschef Wendelin Wiedeking und den früheren Finanzvorstand Holger Härter Revision eingelegt. Das bestätigte ein Behördensprecher auf Anfrage.

Den beiden Managern war Marktmanipulation bei der VW-Übernahmeschlacht 2008 vorgeworfen worden. Damals schwankte der VW-Börsenkurs, Anleger verloren Milliarden. Das Landgericht Stuttgart sprach Wiedeking und Härter dennoch vom Vorwurf der Marktmanipulation frei: "An den Vorwürfen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist nichts dran, nichts - weder vorne, noch hinten, noch in der Mitte", urteilte der Vorsitzende Richter Frank Maurer.

Warten auf die Urteilsbegründung

Die nun eingelegte Revision ist eher ein formaler Schritt: Es gehe zunächst einmal um die Fristwahrung und darum, sich die Revision vor dem Bundesgerichtshof offenzuhalten, sagte der Sprecher. "Wir möchten erst einmal die schriftliche Urteilsbegründung prüfen."

Die Begründung wird den Beteiligten erst in den kommenden Wochen zugestellt, die Frist für die Rechtsmittel läuft aber schon Ende des Monats ab. Nach Zustellung hat die Staatsanwaltschaft einen Monat Zeit, um über ihren Revisionsantrag zu entscheiden - sie könnte ihn auch wieder zurückziehen.

Der Anwalt von Wiedeking, Hanns Feigen, sagte am Montag, er hoffe, dass die Staatsanwaltschaft nach Lektüre der Urteilsbegründung endlich Einsicht zeige und von weiteren Schritten absehe.

Quelle: n-tv.de

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