Wirtschaft

Nachwehen der Iran-Geschäfte: StanChart zahlt noch mehr

Das Engagement im Iran kostet der britischen Bank Standard Chartered weitere 330 Millionen Dollar. Das Geldinstitut warnt vor einem Vergleich mit den US-Behörden schon einmal vor. StanChart hat bereits 340 Millionen Dollar gezahlt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für die britische Großbank Standard Chartered nehmen die Strafzahlungen in den USA wegen dubioser Iran-Geschäfte kein Ende. Das Geldinstitut teilte mit, ein in Kürze erwarteter Vergleich mit den US-Bundesbehörden werde 330 Millionen US-US-Dollar kosten. Die Summe kommt zu jenen 340 Millionen US-US-Dollar hinzu, die die Bank bereits im Sommer an die New Yorker Finanzaufsicht abdrücken musste.

Hintergrund sind Vorwürfe, StanChart habe wie eine "Schurkenbank" agiert und mit ihren Geschäften über Jahre gegen Iran-Sanktionen der USA verstoßen. Hoffnungen des Instituts auf eine umfassende Einigung mit allen ermittelnden Behörden hatten sich bereits vor Monaten zerschlagen. Daher kommen die Strafzahlungen nun in mehreren Schritten.

Das hinterlässt Spuren in der Bilanz, auch wenn StanChart dank der Konzentration auf die boomenden Wachstumsmärkte in Asien deutlich besser da steht als viele andere internationale Großbanken. Vorstandschef Peter Sands geht davon aus, dass der Vorsteuergewinn 2012 nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegt.

Eigentlich hatte sich StanChart ein Plus von über zehn Prozent vorgenommen. So oder so wäre es das zehnte Jahr in Folge, dass das Institut Rekordergebnisse einfährt. StanChart stellt gegen den Branchentrend sogar Leute ein. Dagegen hatte die US-Großbank Citigroup erst kürzlich den Abbau von weltweit 11.000 Jobs angekündigt.

Quelle: n-tv.de

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