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(Foto: picture alliance / dpa)

Bestes Quartal der Geschichte: "Star Wars" bringt Disney Rekord-Ergebnis

"Das Erwachen der Macht" sorgt nicht nur bei Science-Fiction-Fans für Begeisterung, sondern nun auch bei den Anlegern des Disney-Konzerns. Der Film beschert dem Unternehmen ein Rekord-Quartal.

Der Unterhaltungskonzern Walt Disney hat in seinem ersten Geschäftsquartal einen Schub durch den neuen Star-Wars-Film erhalten, der am 18. Dezember in die Kinos gekommen war. Der Gewinn erreichte 2,88 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 32 Prozent, wie das US-Unternehmen mitteilte. Es war der höchste Gewinn in der Geschichte des Unternehmens. Mit der Aktie ging es nachbörslich dennoch 3,6 Prozent abwärts.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,63 Dollar nach 1,27 Dollar im Vorjahreszeitraum. Das war mehr als Analysten Disney mit 1,45 US-Dollar zugetraut hatten. Der Umsatz kletterte auf 15,24 von 13,39 Milliarden Dollar. Hier hatten die Prognosen auf 14,76 Milliarden Dollar gelautet.

Nicht alles Gold bei Disney

Disney hatte bereits im September damit begonnen, Merchandising-Artikel für seinen Blockbuster "Star Wars: Das Erwachen der Macht" zu verkaufen. Aus Bilanzierungsgründen konnten die Erlöse aus den Spielsachen und T-Shirts erst in dem Quartal erfasst werden, in dem der Film in die Kinos kam. Mit vier Monaten Umsatz in einem Quartal freuen sich die Anleger auf eine riesige Umsatzzahl. Das Merchandising ist für die Zahlen des abgelaufenen Quartals wichtiger als der Film selbst, da dieser bis Jahresende noch keinen bedeutenden Anteil zum Konzerngewinn beitragen konnte.

Doch es ist nicht alles Gold bei Disney. Der Sportsender ESPN bereitet offenbar weiter Probleme. Das Kabel-TV-Geschäft, zu dem ESPN gehört, hat beim operativen Ergebnis einen Rückgang von 6 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar zu verkraften. Anleger erhoffen sich von der Konferenz des Konzerns nähere Details zu dem Sportkanal, den größten einzelnen Geschäftsbereich von Disney. Seit der Enthüllung im August, dass die Gewinne langsamer wachsen, als sich Walt Disney das erhofft hatte, wird heftig debattiert, was helfen könnte: Sind die hohen Fixkosten für langfristige Übertragungsrechte mehr Hindernis oder Vorteil? Die Sorgen um ESPN gelten als Hauptgrund für den Kursverlust der Disney-Aktie von 25 Prozent seit November. Disney müsse ESPN jetzt angehen, mahnte erst jüngst Analyst Michael Nathanson.

Mit Blick auf das Geschäft mit Themenparks berichtete Disney über einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 4,28 Milliarden Dollar. Im Januar hatte Disney ein Eröffnungsdatum für seinen lange erwarteten Themenpark in Schanghai (16. Juni) angekündigt und die zu erwartenden Ticketpreise (weniger als beim Park in Hongkong, aber definitiv nicht billig). Nun steht die Frage im Raum, wann mit einem signifikanten Beitrag zum Konzerngewinn zu rechnen sein könnte.

Quelle: n-tv.de

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