Wirtschaft
In den USA ist Starbucks weiter auf Wachstumskurs.
In den USA ist Starbucks weiter auf Wachstumskurs.(Foto: REUTERS)

Zu arm für teuren Kaffee: Starbucks spürt die Schuldenkrise

Mit Mocha, Macchiato und simplem Kaffee macht Starbucks immer noch gute Geschäfte. Im Moment allerdings vor allem in den USA. In den europäischen Schuldenstaaten ist der Kaffeedurst dagegen deutlich zurückgegangen.

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten schlagen auf Starbucks durch. Vor allem in Europa liefen die Geschäfte der US-Kaffeehauskette zuletzt unrund. Das Unternehmen senkte daraufhin seine Gewinnprognose für das jüngst angebrochene vierte Geschäftsquartal. Die Aktie brach nachbörslich um 10 Prozent ein.

Chart

Finanzchef Troy Alstead sprach von einem "schwierigen wirtschaftlichen Umfeld", dem sich alle Firmen gegenüber sähen. Allerdings, so betonte er, werde Starbucks weiter wachsen. Selbst mit der gesenkten Gewinnprognose würde die Kaffeehauskette noch rund 20 Prozent mehr verdienen als im Vorjahreszeitraum.

Besonders im Heimatmarkt USA ist Starbucks stark - auch mangels Alternativen wie klassischen Cafés in weiten Landstrichen. Im abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) und der Gewinn verbesserte sich um 19 Prozent auf 333 Millionen Dollar.

Zu dem Sprung trugen auch zahlreiche Neueröffnungen bei. Weltweit hat die Kette mittlerweile annähernd 17.700 Filialen, 700 mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings überlegen es sich die Kunden in den von der Schuldenkrise gebeutelten Ländern zweimal, ob sie einen teuren Kaffee bei Starbucks trinken. Unprofitable Standorte in Europa sollen geschlossen werden.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen