Wirtschaft
Grund zur Freude: Die Steuereinnahmen sprudeln.
Grund zur Freude: Die Steuereinnahmen sprudeln.(Foto: AP)

43,2 Milliarden Euro im Januar: Steuereinnahmen steigen weiter

Griechenland könnte eine Pleite drohen und Finanzminister Schäuble macht sich Sorgen um seinen Haushalt. Dabei sprudeln in Deutschland gerade die Steuereinnahmen. Selbst Experten des Ministeriums wundern sich, wo das ganze Geld herkommt.

Die Steuereinnahmen des deutschen Fiskus steigen auch in diesem Jahr auf neue Rekordwerte. Im Januar flossen insgesamt 43,2 Milliarden Euro in die Kassen von Bund und Ländern und damit 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Bundesfinanzministerium in seinem aktuellen Monatsbericht mitteilte.

Während der Bund ein Plus von 8,1 Prozent verbuchte, gab es bei den Ländern einen Zuwachs von 2,7 Prozent. Dank der anziehenden Konjunktur und guten Lage auf dem Arbeitsmarkt kletterten die Lohnsteuern um 5,9 Prozent. Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer gingen um 1,8 Prozent nach oben, wie es im Bericht weiter hieß. Zudem konnte der Bund von Sonderfaktoren profitieren. So gab es zum einen weitere Rückflüsse aus der Kernbrennstoffsteuer in Höhe von 0,4 Milliarden Euro, zum anderen verdoppelte sich die Versicherungssteuer im Vorjahresvergleich auf aktuell rund 1,2 Milliarden Euro. Die Ursachen für diesen Anstieg seien nicht bekannt, schreibt das Ministerium. Mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung sei nicht zu rechnen.

Rosige Aussichten

Von der Konjunktur dürfte es dagegen auch im Jahresverlauf weiter Rückenwind geben, heißt es aus dem Ministerium. Die deutsche Wirtschaft war im letzten Quartal von 2014 mit 0,7 Prozent unerwartet stark gewachsen. Das Ministerium geht davon, dass sich die Erholung im Laufe des Jahres fortsetzen dürfte. Dies signalisierten die Stimmung der Firmen und der Konsumenten sowie die steigende Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Das Umfeld für Unternehmen sei etwa wegen niedriger Zinsen wie bisher günstig. Zudem drücke der niedrige Ölpreis die Kosten der Firmen und erhöhe die Kaufkraft der Verbraucher. "Dies fördert Konsum und Investitionen", schrieben die Experten des Finanzministeriums. Ferner profitierten die Exporteure vom niedrigen Euro-Kurs.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Fiskus Rekord-Steuereinnahmen von gut 590 Milliarden Euro erzielt. Bundesfinanzminister Wolfang Schäuble konnte erstmals seit 1969 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

Quelle: n-tv.de

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