Wirtschaft

Griechenlands Behörden unorganisiert : Steuerfahndung kaum möglich

Griechenland jagt die Steuersünder. Allerdings müssen diese wohl nicht allzu viel befürchten, den die Behörden arbeiten nach wie vor sehr eingeschränkt. So fehlen Computer, die Beamtenschaft ist zu alt. Dazu herrscht noch Korruption in den Amtsstuben.

Antonis Samaras hat die Staatsbediensteten nicht im Griff.
Antonis Samaras hat die Staatsbediensteten nicht im Griff.(Foto: picture alliance / dpa)

Griechenlands Steuerfahndung funktioniert laut einer Studie von IWF und EU weiterhin nur eingeschränkt. Die wichtigen Behörden der Steuerfahndung seien unterbesetzt, das Personal bestehe aus älteren Beamten und in vielen Fällen hätten die Angestellten weder Computer noch einen richtigen Arbeitsplatz in einem Büro.

Eine von der Regierung in Athen versprochene Neuorganisation der Behörde sei am Widerstand der Gewerkschaften der Staatsbediensteten gescheitert, erklärten EU und IWF in einem Dokument, das in der griechischen Presse veröffentlicht wurde.

Aus diesem Grund seien die Steuereinnahmen im Rückstand, was die Umsetzung des Konsolidierungsprogramms gefährde. Zudem stellen die Experten von EU und IWF fest, dass die Korruption in dieser Behörde noch nicht bekämpft worden sei. Die Experten der Troika starten am Sonntag eine neue Kontrolle der Bücher in Athen.

Erst kürzlich hatte die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras angekündigt, sie nehme einen neuen Anlauf, um Steuerschulden einzutreiben: Das Finanzministerium drohte allen, die dem Staat über 5000 Euro schulden, mit Gefängnisstrafen. Parallel droht das Finanzministerium auch Steuerbeamten Strafen an, die Steuersünder nicht anzeigen.

Die griechische Regierung will damit einen Teil der 55 Milliarden Euro zu kassieren, die Unternehmen und Bürger dem Staat schulden.

Quelle: n-tv.de

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