Wirtschaft
Die Auftragsbücher in der Branche sind so voll wie seit 1995 nicht mehr.
Die Auftragsbücher in der Branche sind so voll wie seit 1995 nicht mehr.(Foto: dpa)
Mittwoch, 24. Mai 2017

Neugeschäft auf 22-Jahres-Hoch: Stimmung auf dem Bau ist prächtig

Seit 1995 konnte sich die deutsche Bauindustrie nicht mehr über derart gut gefüllte Auftragsbücher freuen. Niedrigzinsen und Immobilienboom lassen die Branche glänzend dastehen.

Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom bescheren der Bauindustrie weiter prall gefüllte Auftragsbücher. Im März wuchs das Ordervolumen im Bauhauptgewerbe gemessen am Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Dies sei der höchste Wert in einem März seit dem Jahr 1995 (7,5 Milliarden Euro). Bereinigt um den Effekt von Arbeitstagen und Preisänderungen verzeichneten die in der Statistik erfassten Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten noch ein Plus von 5,6 Prozent.

Verglichen mit dem Vormonat Februar sank das Ordervolumen saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigt indes um 0,5 Prozent. Grund für den Boom ist vor allem die ungebrochen hohe Nachfrage nach Immobilien. Wegen der niedrigen Zinsen sind Kredite für Häuser und Wohnungen billig geworden. Dazu kommen steigende Einkommen und die historisch günstige Lage am deutschen Arbeitsmarkt.

Das Bauhauptgewerbe, das auch den Bau von Straßen und Leitungen umfasst, hatte schon 2016 das stärkste Neugeschäft seit zwei Jahrzehnten erreicht und erwartet für 2017 ein 20-Jahres-Hoch beim Umsatz.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen