Wirtschaft
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Weltgrößter Solarkonzern: Suntech kappt Produktion

In der deutschen Solarbranche hat der harte Wettbewerb bereits manches Unternehmen die Existenz gekostet. Doch auch an den Marktgrößen aus China geht der Preiskampf nicht spurlos vorüber. Mit Suntech muss nun der weltgrößte Anbieter seine Produktion zusammenstreichen.

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Der anhaltende Preisverfall für Solaranlagen zwingt den Marktführer Suntech aus China zur Kürzung der Produktion. Die Kapazitäten im Werk Wuxi bei Shanghai werden um 25 Prozent gekappt. Betroffen sind 1500 Mitarbeiter, wobei den meisten von ihnen Jobs in anderen Werken angeboten werden sollten.

Der kleinere chinesische Rivale LDK hatte zuvor eine überraschend heftige Ausweitung seines Verlusts bekanntgegeben. Für die abgelaufenen drei Monate wies der Mutterkonzern des Konstanzer Anbieters Sunways einen Fehlbetrag von 254,3 Mio. Dollar aus, nach rund 88 Mio. Dollar vor Jahresfrist. Der Umsatz brach um 53 Prozent auf 235,4 Mio. Dollar ein. Die schwierigen Marktbedingungen dürften im dritten Quartal anhalten, erklärte LDK. Als Grund für den deutlichen Umsatzrückgang nannte LDK Solar die gesunkenen Verkaufspreise. LDK erklärte zudem, mit potenziellen Investoren zu sprechen.

Die einst erfolgsverwöhnte Branche steckt in einer tiefen Krise und macht mit hohen Verlusten und Pleiten von sich reden. Deutsche Hersteller wie Solarworld machen unter anderem die Dumpingpreise der chinesischen Konkurrenten für die Misere verantwortlich. Die EU-Kommission leitete deswegen kürzlich ein Verfahren zur Prüfung der Vorwürfe ein. Suntech und andere chinesische Branchengrößen wie Yingli und Trina drohten daraufhin mit einem Handelskrieg.

Die Preise für Solarzellen und -module haben sich in den vergangenen beiden Jahren mehr als halbiert. Der Preis für Rohstoff für Solarzellen, Siliziumwafer, schmolz in dieser Zeit sogar auf rund ein Viertel zusammen.

Quelle: n-tv.de

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