Freitag, 30. Oktober 2009
Beschäftigte schlucken Kröten: Tarifeinigung bei der Post
Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die Post verständigten sich auf ein umfassendes Paket zur Beschäftigungssicherung und Kostenstabilisierung im Unternehmensbereich. Die für Dezember 2009 vereinbarte Lohnerhöhung von 3,0 Prozent für die 130.000 Tarifbeschäftigten wird wirksam. Diese hatte die Post stoppen wollen.
Im Gegenzug haben sich beide Parteien laut Post für die Jahre 2010 und 2011 auf eine Nullrunde beim Lohn geeinigt. Die Gewerkschaft verzichtet damit auf eine lineare Entgelterhöhung im Dezember 2010 und begnügt sich stattdessen mit einer Einmalzahlung von 320 Euro. Außerdem bekommen die Briefboten bis zum 30. Juni 2011 keine Zuschläge mehr für Überstunden.
Vereinbart wurde zudem eine Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich. Die Einigung führe zu einer deutlichen Kostensenkung in Höhe von 140 Mio. Euro im Jahr 2010 und rund 230 Mio. Euro im Jahr 2011, die sich direkt auf das Briefergebnis niederschlügen.
"Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen", sagte Post-Chef Frank Appel. Damit sei ein signifikanter Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief erreicht worden. Er sei der Post sehr wichtig gewesen, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten.
wne/dpa
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