Wirtschaft
Vor allem auf dem Bau fanden viele Spanier neue Jobs.
Vor allem auf dem Bau fanden viele Spanier neue Jobs.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Dem Sommer sei Dank: Tausende Spanier finden neuen Job

Spanien kommt langsam, ganz langsam wieder in die Spur. Zum zehnten Mal hintereinander sinkt die Arbeitslosenzahl. Doch für Euphorie besteht dennoch kaum ein Anlass.

Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist wieder leicht gesunken. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, fiel sie gegenüber Juni um 0,7 Prozent. Über die vergangenen zwölf Monate ist die Erwerbslosenzahl sogar um knapp sechs Prozent oder etwa 280.000 gesunken. Beobachter werten dies als weiteres Zeichen dafür, dass die Erholung der Wirtschaft in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auch dem Arbeitsmarkt hilft. Im Juli waren insgesamt 4,42 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet - nahezu ein Viertel der erwerbsfähigen Bevölkerung. Das Arbeitsministerium ermittelt keine Arbeitslosenquote. Diese liegt nach Angaben des Nationalen Statistik-Instituts (INE) bei 24,47 Prozent.

Laut der Tageszeitung "El País" ist der Sommer der wichtigste Jobmotor. So fanden die meisten Suchenden im Bausektor und in der Industrie einen neue Beschäftigung. Wie die Zeitung berichtet, ist die Arbeitslosigkeit bereits im zehnten Monat hintereinander gesunken. Laut der Zeitung "El Mundo" gibt es in Spanien 3,5 Millionen Langzeitarbeitslose. 42 Prozent aller Arbeitslosen erhielten keine Unterstützung. Euphorie dürfte angesichts der nach wie vor hohen Gesamtzahl der Arbeitslosen kaum aufkommen. Zumal die Zahlen saisonbereinigt sogar stiegen. Wie "El País" und "El Mundo" berichteten, um gut 30.000.

Mehr Jobs, mehr Wachstum

Gleichzeitig wächst die Beschäftigung in Spanien. Im Juli stieg die Zahl der Menschen, die im Sozialsystem als beschäftigt registriert sind, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2 Prozent auf 16,7 Millionen. Im zweiten Quartal war die Arbeitslosenquote laut der nationalen Statistikbehörde auf 24,5 von 25,9 Prozent im Vorquartal gesunken. Spanien hat nach einer sechs Jahre währenden Rezession inzwischen vier Quartale mit Wirtschaftswachstum hinter sich.

Die Erholung kam schneller als erwartet. Die Regierung rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 1,5 und für 2015 von 2,0 Prozent. Man werde die bisherigen Prognosen im September entsprechend nach oben korrigieren, kündigte Wirtschaftsminister Luis de Guindos vergangene Woche an.

Quelle: n-tv.de

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