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Nur wenn die Beratung umfassend war und alle Informationen rechtzeitig ausgehändigt wurden, ist sie auch rechtmäßig. Foto: Andrea Warnecke
Nur wenn die Beratung umfassend war und alle Informationen rechtzeitig ausgehändigt wurden, ist sie auch rechtmäßig. Foto: Andrea Warnecke(Foto: dpa)

Schlampen viele Anlageberater?: Tausende legen Beschwerde ein

Nicht alle Anlageberater scheinen ihrer Arbeit ordentlich nachzukommen. Zumindest zeigen sich Tausende Kunden unzufrieden und beschweren sich bei der Bundesfinanzanstalt für Finanzaufsicht.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zum verbesserten Anlegerschutz sind einem Bericht zufolge rund 15.700 Beschwerden bei der Bundesfinanzanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) eingegangen. Allein im ersten Halbjahr 2014 wurden 4234 Beschwerden registriert, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf neue Zahlen der Kontrollbehörde berichtete. Im Jahr davor seien in 9720 Fällen tatsächliche oder vermeintliche Missstände moniert worden.

Das Gesetz zum verbesserten Schutz der Anleger vor Falschberatung war im November 2012 in Kraft getreten. Derzeit gibt es laut der Bafin deutschlandweit 158.409 Anlageberater, doch angesichts der Reklamationszahlen scheinen längst nicht alle ihre Kunden gut zu informieren.

Die Bafin weist dem Bericht zufolge aber auch darauf hin, dass die Zahl der Beschwerden nicht mit tatsächlichen Verstößen gleichzusetzen sei. Außerdem würden Verbände der Kreditwirtschaft betonen, die Zahlen müssten ins Verhältnis zu den Millionen von geführten Anlagegesprächen gesetzt werden. So komme dann auf etwa 10.000 Beratungen rechnerisch eine Beschwerde.

Quelle: n-tv.de

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