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Wirtschaft

Freitag, 27. August 2010

Deutlich weniger Ladenhüter: Tchibo spart sich gesund

Zufriedenheit bei Thomas Holzgreve.

Zufriedenheit bei Thomas Holzgreve.
(Foto: picture alliance / dpa)

Der Kaffeeröster und Einzelhändler Tchibo profitiert zunehmend von seinem Sparkurs. Im ersten Halbjahr verdiente Deutschlands größter Kaffeeverkäufer vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 147 Millionen Euro gut drei Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum, wie die Holding Maxingvest mitteilte. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, obwohl Tchibo zuletzt eine Reihe von Filialen aufgegeben hatte.

Den Angaben zufolge griffen die Kunden wieder stärker bei den Gebrauchsartikeln zu, die in den Kaffeegeschäften ebenfalls vertrieben werden. In der Vergangenheit war Tchibo oft auf vielen dieser Waren sitzengeblieben. Nach den Worten von Maxingvest-Vorstand Thomas Holzgreve ist dieses Probleme nun aber vom Tisch: "Tchibo wächst sowohl mit Kaffee als auch mit Non Food in allen Regionen", erklärte er. Im Gesamtjahr sollen Umsatz und Ergebnis von Tchibo weiter über dem Niveau des Vorjahres liegen.

Der Teilkonzern macht knapp ein Drittel der Umsätze der Holding der Familie Herz aus, der Rest kommt vom börsennotierten Kosmetikkonzern Beiersdorf. Die Hamburger Maxingvest kam in den ersten sechs Monaten auf Erlöse von rund 4,7 Milliarden Euro - sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich in der Holding auf 586 (326) Millionen Euro.

rts

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