Wirtschaft
"Wir weisen die Spekulationen entschieden zurück": Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges (Archivbild).
"Wir weisen die Spekulationen entschieden zurück": Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges (Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

"Das ist absoluter Quatsch": Telekom dementiert Umbauplan

Ein Gerücht überschattet die Zwischenbilanz: Deutschlands bekanntester Telekommunikationskonzern kann nach dem ersten Quartal kräftig anschwellende Gewinnkennzahlen vorweisen. Die Spekulationen weist die Telekom weit von sich.

Die Deutsche Telekom sieht sich am Tag der Zahlenvorlage mit spektakulären Spekulationen konfrontiert: Der im Dax notierte Telekommunikationskonzern hat einen Bericht über einen angeblich bevorstehenden radikalen Konzernumbau zurückgewiesen.

Das "Handelsblatt" hatte am Morgen berichtet, Konzernchef Tim Höttges wolle sich auf das Europageschäft konzentrieren und das bisher im Vorstand geltende Regionalprinzip aufgeben. Im Zuge dessen stehe die Hälfte des Vorstandes zur Disposition und könnte ausgetauscht werden. Höttges wolle ein paneuropäisches Netz aus Festnetz und Mobilfunk überall da aufbauen, wo die Telekom bereits vertreten ist.

"Das ist absoluter Quatsch", teilte die Deutsche Telekom daraufhin mit. "Wir weisen die Spekulationen des Handelsblatts entschieden zurück. Der Beitrag entbehrt jeder Grundlage." Er vermische Bekanntes mit Spekulationen. Zudem habe die Zeitung den Bonner Konzern nicht um eine Stellungnahme gebeten. Höttges hatte sein Amt als Nachfolger des langjährigen Telekom-Chefs Rene Obermann im Januar übernommen.

Starker Start ins Jahr

Im ersten Quartal hat die Deutsche Telekom belastet von hohen Investitionen in den Wachstumskurs der Tochter T-Mobile US operativ weniger verdient. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) sei im Zeitraum von Januar bis Ende März um 3,9 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gesunken, teilte der Bonner Konzern mit.

Unter dem Strich fuhr die Telekom aber wegen des Verkaufs der Internet-Anzeigentochter "Scout 24" deutlich mehr Gewinn ein: Der Konzernüberschuss verdreifachte sich auf 1,82 Milliarden Euro. Im Vorfeld befragte Analysten hatten lediglich mit einem einem Überschuss in Höhe von 711 Millionen Euro und einem Vorsteuerergebnis (Ebitda) von 4,13 Milliarden Euro gerechnet.

Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns bekräftigt die bisherige Geschäftsaussichten: In diesem Jahr werde wegen hoher Investitionen in den USA der "Free Cash Flow" auf 4,2 Milliarden Euro sinken - 400 Millionen Euro weniger als 2013. Das bereinigte Ebitda dürfe bei 17,6 Milliarden Euro stagnieren.

Quelle: n-tv.de

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